Avicennia germinans - Schwarze Mangrove (einzeln)

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Die Schwarze Mangrove (Avicennia germinans) ist eine in den Tropen und Subtropen von Amerika und Westafrika vorkommende Mangrove. Dort dominiert sie zusammen mit der Roten Mangrove (Rhizophora mangle) und der Weißen Mangrove (Laguncularia racemosa) die Mangrovenwälder.
Diese Mangrovenart ist ähnlich in der Haltung, wie die Rote Mangrove. Zugluft vermeiden und die Blätter täglich mit Wasser, am besten Regenwasser besprühen. 

Information:

Avicennia germinans

Schwarze Mangrove

Kategorie:

Mangroven 


Vorkommen:

Amerika und Westafrika

Größe:

bis zu 3 Meter

Temperatur:

15°C - 30°C 

Schwierigkeitsgrad:

Mittel 


Größe:

Keimling / Jungpflanze 

Sie erhalten einen Keimling der Schwarzen Mangrove. Die kleinen Mangroven sind ca. 5 bis 10 cm groß und bereits an Salzwasser gewöhnt!

Wissenswertes:

Die Schwarze Mangrove (Avicennia germinans) ist eine in den Tropen und Subtropen von Amerika und Westafrika vorkommende Mangrove. Dort dominiert sie zusammen mit der Roten Mangrove (Rhizophora mangle) und der Weißen Mangrove (Laguncularia racemosa) die Mangrovenwälder. 

Sie hat wie alle Mangroven der Gattung Avicennia bleistiftdicke Atemwurzeln, die in regelmäßigen Abständen aus dem Boden ragen und zur Sauerstoffversorgung des Wurzelsystems dienen. Stelzwurzeln wie bei anderen Mangroven-Gattungen werden nicht gebildet. Ein Teil des aus dem Meerwasser aufgenommenen Salzes wird als salzhaltige Flüssigkeit durch Drüsen auf den Blättern ausgeschieden und auf diese Weise die Salzkonzentration im Gewebe reguliert. Von allen Avicennia-Arten bildet die Schwarze Mangrove die größten Blüten.

Im Gegensatz zu den roten Mangroven mit ihren langen Stelzwurzeln entwickeln die Mangroven der Gattung Avicennia ausschließlich Pneumatophore. Dies sind Atemwurzeln, die ein negativ gravitropes Wachstum zeigen und damit nach einiger Zeit die Wasseroberfläche wieder durchbrechen. Ein Netzwerk dieser Pneumatophore erstreckt sich im Schlamm des Untergrundes auch noch einige Meter vom Baum entfernt und versorgen die tiefer liegenden Wurzeln mit Sauerstoff.

Ähnlich wie bei Rhizophora keimen die Samen auch bei Avicennia schon an der Mutterpflanze, zur Ausbreitung gebracht werden praktisch voll entwickelte Jungpflanzen (Viviparie). Diese schwimmfähigen Jungpflanzen ähneln zunächst einer übergroßen, flachen Erbse. Bei der “Keimung” entfalten sich dann die großen, fleischigen Keimblätter und die stark behaarte Keimwurzel streckt sich schnell um eine Verankerung im Boden zu erlauben.

Avicennia germinans (Schwarze Mangrove) kommt auch noch mit stark salzhaltigem Wasser zurecht, kann aber auch in reinem Süßwasser gehalten werden.
Eine Topfkultur im Anstau ist ebenfalls möglich.


Einsetzen der Mangrovenpflanze:

Die Mangrove in ein großes Einmachglas, Aquarium oder einen ähnlichen Behälter einpflanzen. Wir benutzen dazu Pflanztöpfe für Teichpflanzen, gefüllt mit feinem Korallenbruch. Nach unserer Erfahrung ist es auch möglich, die Samen einfach nur in Wasser zusetzen und mit Steinen zu fixieren, damit sie aufrecht stehen und somit der Austrieb angeregt wird. Bei reiner Wasserhaltung, also ohne Substrat sollte immer das untere Drittel der Samen im Wasser stehen.

Achtung: Die Austriebsstelle darf nie unterhalb des Wasserspiegels sein. Dies kann zum Absterben der Pflanze führen. Je größer die Pflanze wird, desto tiefer kann sie im Aquarium stehen.

Die Pflege der Mangroven gestaltet sich recht einfach, solange sie mit genügend Licht und einer feuchten Umgebung versorgt sind. Die Schwarze Mangrove sollte immer an einem warmen Platz stehen; ruhig auch in Heizungsnähe. Sie wächst bei uns pro Jahr etwa 5 bis 15 cm; bei hoher Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur zwischen 22° und 30° C. In trockenem Klima, wie auch bei trockener Heizungsluft sollte die Mangrove mindestens zweimal pro Woche besprüht werden, um Salz (bei Aquarienhaltung) und Staub von den Blättern zu waschen. Zugluft vermeiden!

Als tropische Pflanzen vertragen Mangroven natürlich keine zu kalten Temperaturen. In den USA wurden Ende der 80er Jahre ganze Mangrovenwälder durch eine extrem starke Kaltfront vernichtet. 

Die Mangrove wächst im Allgemeinen recht langsam und muss sich erst an unser Klima gewöhnen. Es kann unter schlechten Bedingungen bis zu 9 Monate dauern bis sich weitere Blätter oder neue Äste bilden.

Falls die Pflanzen einmal zu groß werden sollten, so kann man zu lange Äste einfach zurückschneiden. Dies führt zu einem kleineren Baum mit einer stärkeren Verzweigung und schmaleren Ästen.

Mangroven sollten insgesamt wenig bewegt werden, da dies eine Art Schock bewirkt, der zu welkenden oder abfallenden Blättern führen kann. Die Pflanze erholt sich davon - am besten bei starker Beleuchtung. Selbst wenn alle Blätter abfallen, öffnet sich die oberste Knospe wieder nach einigen Tagen.

Haltung in Aquarien:

Die Mangrove benötigt ausreichend Platz für ihr Wachstum und sollte daher natürlich nicht in geschlossenen Aquarien gehalten werden. Zumindest ein Teil der Abdeckung muss für die Mangrove geöffnet sein. Da die meisten Meerwasserbecken heute ohne Abdeckung betrieben werden findet man leicht eine Ecke, in der sich eine oder auch mehrere Mangroven ansiedeln lassen. Die Pflanzen müssen mit ausreichend Licht versorgt werden, z.B. direktes Fensterlicht oder eine Neonröhre in der Nähe. Sollte der Standort zu dunkel sein hat es sich auch bewährt eine eigene Lampe direkt über die Mangroven zu hängen. Dies kann eine spezielle Pflanzen-LED sein, wir haben aber auch gute Erfahrungen mit 15 oder 20 Watt LED-Glübirnen in der Lichtfarbe warmweiß gemacht.