Parazoanthus axinellae - Gelbe Krustenanemone (Mittelmeer)

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Die Gelbe Krustenanemone kommt an steilen, teiweise überhängenden Felswänden, in Höhlen und auf Schwämmen der Art Axinella im Mittelmeer, vor allem in der Adria und im Ligurischen Meer vor. Parazoanthus axinellae wurde auch schon in großen Tiefen gefunden.

Die Färbung variiert leicht von gelb bis zu orangefarben.
Im nordwestlichen Mittelmeerraum kommen zwei Morphotypen von Parazoanthus axinellae vor, die sich in Größe, Farbe und bevorzugtem Substrat unterscheiden.

Die Gelbe Krustenanemone kann dauerhaft nur in Aquarien gehalten werden, deren Temperatur 18 °C nicht übersteigt. In gekühlten Becken und bei ausreichender Fütterung sind diese Krustenanemonen jedoch dankbare Pfleglinge. Dabei nehmen sie jegliches Futter von Cyclops, über Staubfutter bis zu Phytoplankton gerne an und vermehren sich rege.
Die Beleuchtung darf auch nicht zu hell sein. Lieber an schattigen Plätzen, unter Felsvorsprüngen oder in Höhlen ansiedeln. Man merkt, das ihr das Lichtangebot zusagt, wenn sie auch tagsüber die Polypen öffnet.

Information:

Parazoanthus axinellae
Gelbe Krustenanemone

Kategorie:
Krustenanemonen

Vorkommen:
Adria (Mittelmeer), Italien, Ligurisches Meer (Mittelmeer), Mittelmeer

Meerestiefe:
40 - 221 Meter

Größe:
1 cm - 4 cm

Temperatur:
14°C - 20°C

Futter:
Nahrungsspezialist, Phytoplankton (Pflanzliches Plankton), Zooplankton (Tierisches Plankton)

Aquarium:
~ 50 Liter 

Schwierigkeitsgrad:
Mittel 


Wissenswertes:

Die Krustenanemonen (Zoanthidea), auch Zoantharia oder Zoanthinaria genannt, sind eine weltweit verbreitete, aber nur sehr unzureichend untersuchte Ordnung der Blumentiere (Anthozoa), denen im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Steinkorallen, jegliches Skelett fehlt. Die meisten Vertreter erreichen eine Größe von nur wenigen Zentimetern. In dieser Ordnung sind solitär lebende und auch koloniebildende Arten vertreten. Krustenanemonen sind beliebte Pfleglinge im Meerwasseraquarium.


Toxizität:

Vor allem Palythoa-Arten verfügen über das Gift Palytoxin. Es ist mit einer LD50 von 0,15 µg/kg eines der wirksamsten akut toxischen organischen Gifte, welches nicht auf Eiweiß basiert; lediglich Maitotoxin ist noch giftiger. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um einen Fraßschutz. Da es sich bei Krustenanemonen um beliebte Aquarientiere handelt, kommt es immer wieder zu Vergiftungen der Besitzer. So zählte das Giftinformationszentrum Nord 46 Fälle seit 2000 in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.[1] Es wird empfohlen, bei Arbeiten im Aquarium Handschuhe zu tragen. Bei Reinigungsarbeiten außerhalb des Aquariums, z. B. beim Säubern bewachsener Steine, sollte auf ausreichende Belüftung geachtet werden. Es gibt keine Inkubationszeit, das Gift wirkt sofort, sowohl als Kontaktgift als auch über Aerosole. Beschwerden äußern sich je nach Aufnahmemenge in Unwohlsein, Erbrechen, starkem Schüttelfrost und Lähmungen des gesamten Muskelapparates. Zurzeit gibt es kein Gegengift. Helfen kann ein gefäßerweiterndes Medikament. Todesfälle sind bisher nicht beschrieben.