Azooxanthellate Korallen 1
(Octocorallia)

Bei azooxanthellaten Korallen handelt es sich, um all jene Arten, die keine photosynthetischen Dinoflagellaten in ihrem Gewebe einlagern und somit auch keine Stoffwechselprodukte von diesen Mikroorganismen beziehen können. Azooxanthellate Korallen sind deshalb auf eine ausreichende Futterversorgung angewiesen und können nicht, wie die meisten tropischen Korallen, hauptsächlich vom Licht leben. Viele azooxanthellate Blumentiere sind besonders intensiv gefärbt, wie zum Beispiel die Nephthyigorgia (Bild oben) oder die Dendronephthya (Bild unten) veranschaulichen. Daher werden azooxanthellate Korallen gerne in Aquarien gehalten, wo jedoch, um ein längerfristiges Gedeihen, dieser heiklen Tiere zu gewährleisten, ihre speziellen Haltungsanforderungen erfüllt werden müssen.

Auf dem Bild:
Dendronephthya (pink) und Tubastraea (gelb-orange).

 Aufnahme vom Mergui Archipel, Myanmar.

Auf dieser Seite stellen wir die azooxanthellaten Korallen aus der Unterklasse der Octocorallia vor. Dazu gehören eine Vielzahl von Weich- und Lederkorallen, sowie viele Vertreter der Gorgonien und Hornkorallen.

Auf dem Bild:
Azooxanthellate Weichkoralle am natürlichen Standort, in den tieferen, weniger lichtdurchfluteten Zonen des Korallenriffs.

Auf dem Bild:

Azooxanthellate Korallen im Mittelmeer. 
Solche Gorgonienwälder kommen erst in Tiefen vor, die in der Regel nur noch von erfahrenen Tauchern erreicht werden können.

Von Korallen und Zooxanthellen

Zooxanthellen sind Protisten, die als Endosymbionten in einer Reihe von Lebewesen leben können. Bei den Zooxanthellen handelt es sich meistens um Dinoflagellaten, aber auch Chrysomonaden, Cryptomonaden oder Diatomeen kommen vor. Als Wirte kommen Rhizaria wie Kammerlinge (Foraminifera) und Strahlentierchen (Radiolaria), Steinkorallen (Scleractinia), viele Octocorallia, sonstige Blumentiere (Anthozoa), Feuerkorallen (Millepora), Riesenmuscheln (Tridacnidae), aber auch einige Quallenarten vor. Auch Nacktkiemer (Nudibranchia, z. B. Pteraeolidia ianthina) und Schwämme besitzen manchmal Zooxanthellen. Fast alle riffbildenden Steinkorallen, haben Zooxanthellen als Endosymbionten.
Die Zooxanthellen leben im Körper des Wirts und versorgen ihn mit Zucker, Stärke und anderen organischen Produkten. Sowohl der Wirt als auch die Protisten profitieren von der Symbiose, es handelt sich also um einen Mutualismus. Bei den Foraminiferen ist die Symbiose fakultativ, das heißt, beide Lebewesen gedeihen prinzipiell auch ohne einander. Die riffbildenden Steinkorallen tropischer Korallenriffe sterben dagegen, wenn sie ihre Zooxanthellen unter Stress ausgestoßen haben, ein Phänomen, das als Korallenbleiche bekannt ist.

Auf dem Bild:
Tropisches Meerwasseraquarium mit Weichkorallen und riffbildenden Steinkorallen. Für solche Aquarien ist eine sehr leistungsfähige Beleuchtung nötig, da hier in der Regel fast ausschließlich Korallen, die den Großteil ihres Energiebedarfs von den, im Gewebe eingelagerten Zooxanthellen beziehen, gehalten werden.

Haltung azooxanthellater Korallen im Aquarium

Azooxanthellate Korallen lassen die Herzen vieler Meerwasseraquarianer höherschlagen. Leider ist ihre Pflege oftmals recht schwierig, wobei man auch hier nicht verallgemeinern sollte, da jede Korallenart andere Ansprüche an Standort und Nahrung stellt. Die Pflegeansprüche unterscheiden sich also von Art zu Art. Es gibt azooxanthellate Korallen, die ein spezielles, schwach bis gar nicht beleuchtetes Filtriererbecken benötigen aber auch Arten, die sich selbst im stark beleuchteten, nährstoffarmen Riffbecken halten lassen.

Auf dem Bild:
Die Rote Seemannshand (Nephthyigorgia sp.), eine äußerst farbige, bis zu 12 cm große azooxanthellate Weichkoralle aus dem Indo-Pazifik.

 

Azooxanthellate Korallen, die keine Symbiosealgen enthalten, sondern sich allein durch Planktonfang und die Aufnahme gelöster Substanzen ernähren, besitzen meist eine kräftige, plakative Färbung. Mit Rot, Rosa, Gelb oder sogar Blau und Violett-Tönen faszinieren sie viele Riffaquarianer.
Unglücklicherweise ist ihre langfristige Haltung weit schwieriger als die ihrer Verwandten aus der Lichtzone welche photosynthetische Symbioten in ihrem Gewebe enthalten.
Die Steinkorallen unter ihnen bezeichnet man auch als NPS (Non Photosynthetic Scleractinians, nicht fotosynthetische Steinkorallen). Die weitaus meisten Arten azooxanthellater Korallen, die für die Pflege im Aquarium infrage kommen, gehören jedoch zu den achtstrahligen Blumentieren, den Octocorallia. In der Meerwasseraquaristik tauchen diese Korallen nur selten auf, was vor allem daran liegt, dass ihre Pflege sich als sehr schwierig herausgestellt hat. Folglich sind sie auch nicht sehr oft im Aquaristikfachhandel anzutreffen.

Einen interessanten Vortrag über die Haltung und Pflege azooxanthellater Korallen hielt der Biologe und Azoo-Experte Florian Gaudig auf der Messe Fisch und Reptil in Ulm. 


Fütterungsempfehlung des Azoo-Experten Florian Gaudig für verschiedene azooxanthellate Korallen:

Fütterungsbeispiel für Morgens

Fütterungsbeispiel für Abends

Azooxanthellate Korallen

(Achtstrahlige Korallen)
Ordnung: Malacalcyonacea

Acanthoaxiidae

Die Acanthoaxiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Bereichen des tropischen Indopazifiks, des Roten Meers und des östlichen Atlantiks vorkommt.

Bilder oben:
Altumia delicata
A, B: Kolonien wachsen über Zweigen schwarzer Korallen 
C:  Kolonien wachsen auf PVC-Gitter (Pfeilspitzen)


Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Acanthoaxiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien wachsen ohne Skelettachse als häutiger Überzug des Untergrundes (Gattung Altumia) oder mit Skelettachse baumartig und spärlich verzweigt (Gattung Acanthoaxis). Im letzteren Fall ist die Skelettachse proteinhaltig mit einem schmalen, hohlen, weichen, kreuzgekammerten Mittelkern und markanten Stacheln auf der Oberfläche. Trotz ihrer unterschiedlichen Wuchsform werden die zwei Gattungen in eine Familie vereint. Charakteristisches Merkmal der Familie Acanthoaxiidae ist das völlige Fehlen von Skleriten in allen Abschnitten der Kolonie. Die Arten der Acanthoaxiidae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind daher vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Acanthoaxiidae gehören zwei Gattungen mit je einer Art:

  • Acanthoaxis
  • Altumia

Acrophytidae

Die Acrophytidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die an der Südspitze Afrikas im kühlen Agulhasbecken endemisch vorkommt.

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Acrophytidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend, unverzweigt und finger- oder keulenförmig und können äußerlich in einen polypenlosen Stiel und ein mit Polypen besetztes Polyparium unterteilt werden. Die gleichmäßig über die Oberfläche des Polypariums verteilten Polypen sind monomorph. Sie besitzen keine oder nur wenige Sklerite. Die Sklerite an der Oberfläche der Kolonie bestehen überwiegend aus großen Spindeln und Keulen. Sie sind im Stiel in Längsrichtung angeordnet. Um die Basis des Polypen sind sie oft in einer palisadenartigen Formation angeordnet. Im Innern der Kolonie fehlen die Sklerite oftmals, wenn vorhanden haben sie die gleiche Form wie an der Oberfläche. Die Kolonien sind oft auffällig gefärbt; ihre Sklerite sind dagegen farblos. Die Arten der Familie Acrophytidae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind dadurch ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Acrophytidae gehören drei Gattungen:

  • Acrophytum
  • Lampophyton
  • Pieterfaurea

Alcyoniidae

Die Alcyoniidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in tieferen Regionen der gemäßigt temperierten und kalten Meere der nördlichen und südlichen Erdhalbkugel vorkommt. In die Familie Alcyoniidae wurden ursprünglich auch einige Lederkorallengattungen aus den Korallenriffen des tropischen Indopazifiks gestellt. Diese leben jedoch stets in einer Endosymbiose mit einzelligen, symbiotischen Algen (Zooxanthellen), während die Gattunge der Alcyoniidae ohne Zooxanthellen leben. Die tropischen Lederkorallen wurden deshalb in eine eigenständige Familie, die Sarcophytidae gestellt. Die Schwestergruppe der Alcyoniidae ist die Familie Carijoidae.

Auf dem Bild:
Alcyonium digitatum 



Merkmale:
Die Arten der Familie Alcyoniidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien sind häutig, gelappt oder fingerförmig, baumartig mit einem einzigen Stiel oder dornenartig ohne Hauptstiel. Sie besitzen kein Achsenskelett. Das Coenenchym kann in eine äußere Schicht (Kortex) und eine innere Schicht (Medulla) unterteilt sein. Ist sie vorhanden, besteht die Medulla aus dicht gepackten, aber nicht verschmolzenen Skleriten, die durch einen Ring aus Kanälen vom Kortex getrennt sind. Die achtstrahligen, Polypen sind monomorph und können in der Regel vollständig in das Coenenchym zurückgezogen werden. In seltenen Fällen können sie sich nicht einziehen. Die Polypen sind meist gleichmäßig über die gesamte Kolonie verteilt, manchmal stehen sie an den Zweigspitzen dichter oder sind in Bündeln angeordnet. Die Sklerite der Polypen sind stäbchen-, keulen- oder spindelförmig. Im Coenenchym sind die Sklerite in den meisten Fällen in zwei Schichten angeordnet, die äußere Schicht besteht aus strahlen-, keulen-, spindel- oder stabförmigen Sklerite, die innere Schicht besteht aus längeren spindel- oder stabförmigen Skleriten, die dicht gepackt sein können, um das Innere zu schützen. Alle Arten der Familie Alcyoniidae sind ohne Zooxanthellen, sind also auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Alcyoniidae gehören acht Gattungen:

  • Alcyonium
  • Anthothela
  • Bellonella
  • Eleutherobia
  • Gersemia
  • Hedera
  • Kotatea
  • Lateothela


Alcyonium digitatum

(Kosterhavet National Park, Schweden)

Alcyonium acaule

Alcyonium glomeratum

Photo: Matthieu Sontag, Licence CC-BY-SA

Gersemia rubiformis
(Neufundland, Kanada)

Kotatea raekura

Tote Meerhand
Alcyonium digitatum

Die Tote Meerhand (Alcyonium digitatum), auch Tote Mannshand, Nordische Korkkoralle oder Bastardschwamm genannt, ist eine Lederkoralle (Alcyoniidae). Sie ist handförmig verzweigt, manchmal auch klumpenförmig und erreicht meist eine Höhe von zehn, seltener von 15 Zentimetern. 

Auf dem Bild:
Die Tote Meerhand (Alcyonium digitatum) ist die einzige Weich- bzw. Lederkoralle (Alcyoniidae), die in der Nordsee vorkommt.

Unterwasseraufnahme im Skagerrak, West-Schweden.

Beschreibung:
Die Tote Mannshand ist weiß, gelblich, hellorange oder rosa. Zur Festigung hat sie kleine Sklerite genannte Kalknadeln im Körper. 

Wie fast alle Korallen ist sie eine Tierkolonie, die aus vielen Einzelpolypen besteht. Das Innere der Kolonie wird von einer Vielzahl schmaler, kleiner Kanäle durchzogen, über die die einzelnen Tiere miteinander in Verbindung stehen. Die acht gefiederte Tentakel tragenden Polypen werden einen Zentimeter groß. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Verwandten aus tropischen Meeren lebt sie nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und ernährt sich ausschließlich vom Planktonfang. Das ist auch ein wichtiger Punkt bei der Aquarienhaltung. Die Koralle muss regelmäßig gefüttert werden, um längerfristig zu überleben. Bei ausreichender Versorgung mit geeigneter Nahrung und Wassertemperaturen bis maximal 18 °C ist die Tote Meerhand im Aquarium gut haltbar.
Da Form und Farbe der Toten Meerhand an ein Stück einer Wasserleiche erinnern, erhielt sie ihren makaberen deutschen Namen (ähnlich englisch dead man's finger).
 

Beobachtet man sie in einem Aquarium einen ganzen Tag lang, so kann man einen gleichmäßigen Rhythmus verfolgen, mit dem sich die Kolonie ändert. In der aktiven Phase pumpt sich die gesamte Kolonie mit Wasser voll, und die kleinen Polypen treten deutlich über die Oberfläche hervor, um aus dem Wasser kleine Planktonorganismen herauszufischen. Im zusammengeschrumpften (Ruhe-)Zustand sind die Einzeltiere vollständig eingezogen und hinterlassen an der Oberfläche nur noch kleine Warzen. Eine Kolonie entsteht durch Knospung aus einem einzigen Individuum. Die Tiere sind getrenntgeschlechtlich. Aus den Geschlechtsknospen, die an den Trennwänden des Hohlraumes sitzen, werden die Gameten ins freie Wasser entlassen und dort befruchtet. Aus ihnen entstehen kleine Wimpernlarven, die zum Bodenleben übergehen und zu einer neuen Kolonie auswachsen. 


Verbreitung und Lebensraum:

Die Tote Meerhand kommt in der Nordsee, im europäischen Atlantik, im Ärmelkanal und in der westlichen Ostsee vor. Im Mittelmeer ist die Gattung durch Alcyonium palmatum vertreten.
Sie lebt in Tiefen ab 20 Metern auf felsigen Untergründen, Molluskenschalen, Krebspanzern, versunkenen Schiffsrümpfen, über Bord gegangenen Dosen und Flaschen, an Molenwänden und Brückenpfeiler; in der oberen Dauerflutzone und tiefer.

Eleutherobia

Eleutherobia ist eine Weichkorallengattung aus der Familie der Alcyoniidae.

Auf dem Bild:
Eleutherobia variabile

Anthogorgiidae

Die Anthogorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Regionen des tropischen Indopazifiks und in seinen Nebenmeeren vorkommt.

Merkmale:
Die Arten der Familie Anthogorgiidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehende, stark verzweigte flache Fächer. Sie werden von einem proteinhaltigen, hohlgekammerten Achsenskelett gestützt. Das Coenenchym ist relativ dick. Die gleichmäßig über die Astoberflächen verteilten Polypen sind monomorph, können sich nicht in das Coenenchym zurückziehen. Sie sind hoch und zylindrisch oder kurz und kuppelförmig. Sie können durch zahlreiche Skleriten gepanzert sein. Die Sklerite im Coenenchym und in den Polypen haben die Form stumpfer Spindeln und sind mit großen Tuberkeln besetzt, in den Tentakeln sind die Sklerite kleine, gebogene Stäbchen. Die Sklerite können bunt gefärbt sein. Alle Arten der Familie Anthogorgiidae leben ohne Zooxanthellen, sind also auf planktonische Nahrung angewiesen. Die Arten der Familie Anthogorgiidae haben große Ähnlichkeit mit denen der Familie Astrogorgiidae. Diese können sich jedoch in das Coenenchym zurückziehen.

Zur Familie Anthogorgia gehören 2 Gattungen, die sich sehr ähnlich sind:

  • Anthogorgia
  • Muricella

Anthogorgia sp.
(Pulau Aur, West Malaysia)

Anthogorgia sp

(Pulau Aur, West Malaysia)

Hippocampus bargibanti
armt eine Muricella-Koralle nach, um sich zu tarnen

Hippocampus denise

an einer Muricella-Koralle

Aquaumbridae 

Die Aquaumbridae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in tieferen Bereichen des tropischen Pazifiks und des westlichen Atlantiks vorkommt.

Auf dem Bild:
Aquaumbra klapferi

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Aquaumbridae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind baumartig mit Zweigen oder fingerartigen Lappen, die von einem deutlich ausgeprägten Stiel ausgehen. Sie besitzen keine Skelettachse, sondern sind weich, schlaff, durchsichtig und geleeartig, ähnlich wie Quallen. Die Polypen sind gleichmäßig über die Oberflächen von Lappen und kleineren Ästen verteilt, fehlen aber am Stiel. Sie sind monomorph, können sich nicht zurückziehen, aber zusammenziehen. In den Polypen haben die Sklerite die Form von Stäbchen, Nadeln und gebogene Spindeln. Sie sind oft kragenförmig oder als Spitzen angeordnet. Auf der Oberfläche der Zweige und Lappen fehlen die Sklerite, im Innern des Coenenchyms sind sie nur spärlich vorhanden. Die Sklerite sind farblos. Die Arten der Aquaumbridae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind daher vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Acrophytidae gehören zwei Gattungen mit je einer Art:

  • Aquaumbra
  • Elbeenus

Astrogorgiidae

Die Astrogorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Regionen des tropischen Indopazifiks und in seinen Nebenmeeren vorkommt.

Merkmale:
Die Arten der Familie Astrogorgiidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehende, stark verzweigte, flache Fächer. Sie werden von einem proteinhaltigen, hohlgekammerten Achsenskelett gestützt. Die gleichmäßig über die Astoberflächen oder zweiseitig entlang gegenüberliegender Astränder verteilten Polypen sind monomorph und können sich in niedrige oder hohe Kelche zurückziehen. Die Sklerite in den Polypen haben die Form von Spindeln und Stäbchen und sind in acht Längsgruppen angeordnet. In den Tentakeln haben die Sklerite die Form kurzer Stäbchen und körniger Schuppen. Im äußeren Coenenchym sind nur Sklerite in Spindelform vorhanden, im inneren Coenenchym sind es kurze Spindeln oder Stäbchen. Die Arten der Familie Astrogorgiidae haben große Ähnlichkeit mit denen der Familie Anthogorgiidae. Diese können sich jedoch nicht in das Coenenchym zurückziehen. Alle Arten der Familie Astrogorgiidae leben ohne Zooxanthellen, sind also auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Astrogorgiidae gehören 3 Gattungen:

  • Acanthomuricea
  • Anthoplexaura
  • Astrogorgia

Astrogorgia sp.

(Malediven)

Astrogorgia splendens

A: Kolonie
B: Zweige im Detail

 C: Sklerite

Capnellidae

Die Capnellidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die weltweit in flachen und tieferen Meeresregionen vorkommt. Die Familie wurde erst 2022 neu eingeführt. Alle Gattungen der Capnellidae gehörten vorher zur Familie Nephtheidae. Sie unterscheiden sich von dieser Familie vor allem durch die Form der Sklerite.

Auf dem Bild:
Capnella sp. im Scarborough Sea Life Center, England.

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Capnellidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend und buschig mit einem deutlich ausgebildeten „Stamm“. Eine feste Skelettachse fehlt. Die monomorphen Polypen sitzen auf den Zweigen, niemals auf größeren Ästen oder am Stamm. Sie können sich nicht zurückziehen aber zusammenziehen bzw. nach innen biegen. Die Sklerite der Polypen haben die Form von Spindeln und Stäbchen und sind mit komplexen Tuberkeln besetzt. Es kommen auch einseitig bestachelte Spindeln („Raupen“) und mit Dornen besetzte oder blattförmige Keulen vor. Auf der Außenhaut und im Innern des Stamms sind die Sklerite unregelmäßig, strahlenförmig oder sphäroidförmig. Abgesehen von der in den Tropen verbreiteten Gattung Capnella, die in einer Endosymbiose mit Zooxanthellen lebt, leben die Arten der Capnellidae nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Capnellidae gehören fünf Gattungen:

  • Capnella
  • Drifa
  • Duva 
  • Eunephthya
  • Pseudodrifa


Die in nördlichen Meeren vorkommenden Gattungen Drifa, Duva und Pseudodrifa scheinen eine paraphyletische Verwandtschaftsbeziehung untereinander zu haben und sollten möglicherweise einer einzigen Gattung zugeordnet werden.

Eunephthya

Eunephthya thyrsoidea
(Kapregion, Südafrika)

Eunephthya thyrsoidea
(Kapregion, Südafrika)

Eunephthya thyrsoidea
(Kapregion, Südafrika)

Eunephthya thyrsoidea
(Kapregion, Südafrika)

Eunephthya sp. 

 (False Bay / Rambler Rock, Südafrika)

Eunephthya sp. 

 (False Bay / Rambler Rock, Südafrika)

Eunephthya sp.
(
Josh's Reef, Südafrika)

Carijoidae

Die Carijoidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die weltweit in flachen und mäßig tiefen Meeresregionen vorkommt.

Bilder oben: 

Cryptophyton jedsmithi
A: Ein nass konservierter Holotyp 
B–C: Lebender Holotyp, Details von Polypen; Fotos mit freundlicher Genehmigung von Jeff Goddard; 
D–E: Lichtmikroskopische Aufnahmen von Coenenchym-Skleriten;

Merkmale:
Die Arten der Familie Carijoidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien besitzen kein Achsenskelett, sondern sind an ihrer Basis durch bandartige Ausläufer (Stolonen) oder Membranen miteinander verbunden. Die gleichmäßig über die Stolonen verteilten Polypen sind monomorph und können sich zurückziehen. Axial stehende Polypen bilden hin und wieder Tochterpolypen an ihren Seiten, wodurch buschige Kolonien entstehen. Die Polypen besitzen keine oder nur wenige Sklerite. Wenn vorhanden, sind es glatte Stäbchen die in einer kragenförmigen Form angeordnet sein können. In den Stolonen und Polypenkelchen sind stäbchen- oder spindelförmige oder unregelmäßig ovale Sklerite vorhanden. Sie sind oft verzweigt und zu Klumpen verwachsen. Alle Arten der Familie Carijoidae leben ohne Zooxanthellen, sind also auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Carijoidae gehören zwei Gattungen:

  • Carijoa
  • Cryptophyton

Carijoa riisei

Carijoa riisei

Ophiothela mirabilis
in einer Carijoa riisei

Eunicellidae 

Die Eunicellidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Bereichen des östlichen Atlantiks und des Mittelmeers vorkommt.

Bilder  oben:
Complexum pusillum, Banc du Conflit, Tiefe 10 m.
A: Gesamtansicht eines kleinen Kolonienflecks auf felsigem Boden
B: Vergrößerte Ansicht einiger Kolonien
C: kleines Stück Fels, besiedelt von C. pusillum, Schwämmen (grüner Pfeil) und kleinen Steinkorallen (Polycyathus cf. senegalensis – roter Pfeil).


Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Eunicellidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht und mäßig stark zu zwei Seiten (planar) verzweigt. Als Ausnahme unter den gorgonienartigen Oktokorallen besitzen die zwei Gattungen der Eunicellidae in der Regel kein festes Achsenskelett. Wenn es ausnahmsweise vorhanden ist, besteht es aus einer proteinhaltigen Achse mit einem hohlen, kreuzgekammerten Mittelkern. Es gibt keine Form von Mineralisierung. Die Polypen sind monomorph und können sich in das Coenenchym oder in auffällige Polypenkelche, die gleichmäßig über die Zweige verteilt sind, zurückziehen. Die in den Polypen spärlich vorhandenen Sklerite haben die Form höckriger Stäbchen oder Spindeln. Sie sind oft in spitzen Winkeln angeordnet. Im Coenenchym sind die Sklerite Spindeln, Ovale, Doppelköpfe oder Stäbchen. Die Spindeln sind mit markanten Gürteln aus Tuberkeln versehen. Die Arten der Familie Eunicellidae leben in der Regel nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind dann ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen. Eine Symbiose mit Zooxanthelle kommt in Ausnahmefällen vor.

Zur Familie Eunicellidae gehören zwei Gattungen:

  • Complexum
  • Eunicella


Einige Vertreter der Eunicellidae werden auf der Seite: Gorgonien, Hornkorallen & Seefächer sowie auf der Seite: Blumentiere des Mittelmeeres genauer vorgestellt!

Eunicella albicans

Eunicella cavolinii

Eunicella cavolinii

Eunicella cavolinii

Eunicella gazella
(Parque natural de la Arrábida, Portugal)

Foto: Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA

Eunicella gazella
(Parque natural de la Arrábida, Portugal)

Foto: Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA

Eunicella gazella
(Parque natural de la Arrábida, Portugal)

Foto: Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA

Eunicella gazella und Leptogorgia sarmentosa

(Parque natural de la Arrábida, Portugal)
Foto: Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA

Eunicella singularis
(Niolon bei Marseille, Frankreich)
Photo : Matthieu Sontag, License CC-BY-SA.

Eunicella singularis

Eunicella papillosa

Eunicella singularis (Monaco Aquarium July 2006)

Eunicella tricoronata

Eunicella verrucosa mit Styela clava
(Saint-Quay-Portrieux, Frankreich) 

Photo : Matthieu Sontag, License CC-BY-SA.

Eunicella verrucosa
(Cabo de Palos, Spanien)

Foto: Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA 

Eunicella verrucosa
(Cabo de Palos, Spanien)

Foto: Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA 

Euplexauridae

Die Euplexauridae sind eine Familie aus der Unterklasse der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia).

Euplexaura ist die einzige Gattung. Eplexaura-Arten kommen in flachen Regionen des tropischen Indopazifiks und seinen Nebenmeeren vorkommt.

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Gattung Euplexaura Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrechte verzweigte Büsche oder flach verzweigte offene Fächer, manchmal auch unverzweigt und peitschenartig. Die Äste verzweigter Kolonien wachsen nicht wieder zusammen. Die Kolonien besitzen eine proteinhaltige hohle Skelettachse mit einem breitem, kreuzgekammertem Mittelkern. Das Coenenchym ist dick. Die gleichmäßig über die Astoberflächen verteilten Polypen sind monomorph und können sich in das Coenenchym, in seltenen Fällen auch in hervorstehende Kelche zurückziehen. Die Sklerite der Polypen sind groß und spindelförmig oder sie fehlen. Die Sklerite der Polypenkelche und der äußeren Coenenchymschicht sind oval oder sphäroid, gelegentlich sind es auch dicke Spindeln, die mit dicht angeordneten, komplexen Tuberkeln besetzt sind. Im innere Coenenchym sind stäbchenförmige oder kleine spindelförmige Sklerite mit einfachen Tuberkeln vorhanden. Die Arten der Gattung leben nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

Arten:
Zur Gattung Euplexaura gehören über 50 Arten.
Liste der Euplexaura-Arten auf Wikipedia

Euplexaura erecta

Euplexaura erecta

Euplexaura erecta

Blaue Gorgonie
Euplexaura erecta

Die Blaue Gorgonie stammt aus dem Indo-Pazifik und gelangt hin und wieder in den Aquaristikfachhandel. Die Haltungsparameter entsprechen denen, anderer azooxanthellater Gorgonien. Auch bei dieser schönen Koralle ist eine ausreichende Versorgung mit Plankton, Staubfutter und Ähnlichem erforderlich, um sie am Leben zu halten. Solche Korallen sind absolute Expertentiere und im Standart-Riffaquarium nicht lange haltbar.

Euplexaura-Gorgonie in unserem Schaubecken

Euplexaura-Gorgonie in unserem Schaubecken

Malacacanthidae

Malacacanthus capensis ist eine Art der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die an der Südspitze Afrikas im kühlen Agulhasbecken endemisch vorkommt. Die Gattung ist monotypisch und M. capensis die einzige Art der Gattung.

Systematik:
Die Korallenart wurde 1900 durch den britischen Zoologen Sydney J. Hickson unter der Bezeichnung Heteroxenia capensis erstmals wissenschaftlich beschrieben. 1910 beschrieb der schottische Zoologe James Stuart Thomson die Koralle ein zweites Mal und gab ihr den Namen Malacacanthus rufus. Dies wurde als Synonymbeschreibung erkannt aber man stellte auch fest, dass die Koralle nicht zur Gattung Heteroxenia gehören kann. Deshalb ist Malacacanthus capensis die heute gültige Bezeichnung der Art. Sie ist die einzige Art der 2022 eingeführten Familie Malacacanthidae und Malacacanthus ist die namensgebende Gattung für die im gleichen Jahr aufgestellte Ordnung Malacalcyonacea. Eine morphologisch ähnliche Art ist Ceratocaulon wandeli von der Küste Islands, da aber keine molekularbiologischen Daten zu dieser Art vorliegen, ist es noch nicht möglich C. wandeli ebenfalls in die Familie Malacacanthidae einzuordnen.

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bildet Malacacanthus capensis Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien bestehen aus einem zylindrischen Stiel ohne Achsenskelett, auf dem sich ein pilzförmiges Polyparium befindet. Auf dem Polyparium sitzen die Einzelpolypen. Es kann vollständig in den Stiel zurückgezogen werden. Der Stiel ist von einer rauen, hornartigen Kutikula bedeckt. Die Polypen sind dimorph, können zurückgezogen werden und sind gleichmäßig über die Oberfläche des Polypariums verteilt. Am Stiel sind keine Polypen vorhanden. Der gesamten Kolonie fehlen die Sklerite. Malacacanthus capensis lebt nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und ist deshalb auf planktonische Nahrung angewiesen.

Diese Weichkorallen werden bis zu 15 cm hoch und bestehen aus einer orangefarbenen Säule mit einer Kugel an der Spitze. Sie sind etwas pilzförmig und bilden beim Fressen leuchtend orangefarbene Polypen, die von der Kugel auf gestreiften, durchsichtigen Stielen ausgehen.
Malacacanthus capensis ist von der Kaphalbinsel bis zum südlichen KwaZulu-Natal vor der südafrikanischen Küste bekannt und lebt in Tiefen von 13 bis 93 Metern.
Bei Bedrohung kann sich der gesamte Ball in die obere Körpersäule zurückziehen. Zwischen den fressenden Polypen befinden sich winzige punktförmige Organe, sogenannte Siphonozooide, die dazu dienen, die Kolonie nach ihrer Kontraktion wieder aufzublasen.

Melithaeidae

Die Melithaeidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die im Indopazifik in flachen und mäßig tiefen Meeresregionen vorkommt. Eine Art lebt im tropischen Westatlantik.

Auf dem Bild:
Melithaea ochracea

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Melithaeidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die aufrecht stehende Kolonien sind stark verzweigt, planar (zweiseitig) oder buschig und mehr oder weniger wirr. Die Zweige können eine blattförmige Form annehmen oder hohl sein. Die zentrale Skelettachse besteht aus zusammengewachsenen Skleriten, die in eine proteinhaltige oder kalzitische Matrix eingebettet sind. In der Skelettachse können sich starre Abschnitt (Internodien) aus mit Calcit verbundenen Skleriten und proteinhaltige, Sklerite enthaltende, flexible Knoten immer wieder abwechseln. Die Polypen sind monomorph. Sie sind flächendeckend, nur an den Zweigenden oder biserial an gegenüberliegende Seiten der Zweige angeordnet. Sie können sich in das Coenenchym oder in Polypenkelche zurückziehen. In der zentralen Skelettachse haben die Sklerite die Form von Nadeln, Spindeln oder von gewundenen, verzweigten oder zigarrenförmigen Stäbchen mit oder ohne Tuberkeln. In den Polypen sind die Sklerite gebogene Spindeln, gelegentlich keulenförmig und kragenartig angeordnet. Die Sklerite in den Tentakeln sind abgeflachte, gebogene Spindeln oder halbmondförmige Schuppen. Die Sklerite der Polypenkelche und der Außenhaut des Coenenchyms sind mit Höckern versehene Spindeln oder Ovale, Keulen, Sphäroide oder Scheiben. Die Sklerite sind in der Regel auffällig gefärbt. Die meisten Arten der Familie leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen; einige wenige beziehen einen Teil ihrer Nährstoffe über die symbiontischen Zooxanthellen.

Zur Familie Melithaeidae gehören fünf Gattungen:

  • Alertigorgia
  • Asperaxis
  • Iciligorgia
  • Melithaea
  • Solenocaulon


Einzelne Arten der Gattung Melithaeidae werden auf der Seite: Gorgonien, Hornkorallen & Seefächer genauer vorgestellt!

Alertigorgia orientalis

Iciligorgia schrammi

Melithaea ochracea

Solenocaulon tortuosum

Nephtheidae

Die Nephtheidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in den Korallenriffen des tropischen Indopazifiks und seiner Nebenmeere vorkommt. Die Schwestergruppe der Nephtheidae ist eine aus den Familien Capnellidae und Paralcyoniidae bestehende Klade.

Merkmale:
Die Arten der Familie Nephtheidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien besitzen kein Achsenskelett sind baumförmig, oft stark verzweigt oder schirmförmig mit einem deutlich ausgebildeten Stamm. Die achtstrahligen Polypen befinden sich vor allem an den Enden der Verzweigungen, seltener an dicken Ästen oder am Stamm. Sie sind monomorph und können nicht zurückgezogen werden. Ihre Skleriten sind spindel- oder stabfömig und oft auffällig gefärbt. Im Inneren der Kolonie gibt es nur wenige Sklerite, an der Außenhaut sind sie unregelmäßig und oft strahlenartig verteilt. Viele Arten der Familie Nephtheidae leben in einer Endosymbiose mit einzelligen, symbiotischen Algen (Zooxanthellen), andere beherbergen keine Zooxanthellen, sind also auf plankonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Nephtheidae gehören neun Gattungen:

  • Chromonephthea
  • Coronephthya
  • Dendronephthya
  • Litophyton
  • Neospongodes
  • Pacifiphyton
  • Scleronephthya
  • Stereonephthya
  • Umbellulifera

Chromonephthea

Auf dem Bild:
Chromonephthea sp.

Dendronephthya

Dendronephthya ist eine Korallengattung aus der Unterklasse der Octocorallia. Sie ist im Roten Meer und im tropischen Indopazifik weit verbreitet. Sie wächst vor allem an Riffkanten, an Überhängen oder hängt von Höhlendächern herab.

Auf dem Bild:
Dendronephthya-Kolonie. Unterwasserfoto vom Mergui Archipel, Myanmar

Merkmale:
Dendronephthya-Kolonien können eine Höhe von einem Meter erreichen und werden ausschließlich durch den inneren Wasserdruck stabilisiert. Hauptstamm und große Äste sind ohne Polypen. Diese sitzen in Knäueln an den Enden der Zweige. Wie bei allen Octocorallia haben die Dendronephthya-Polypen acht Tentakel. Sie können nicht komplett in die Äste eingezogen werden. Die Äste sind dicht mit spindelförmigen Skleriten versehen, so dass sie sich zusammengezogen rau anfühlen. In den Polypen sitzen kleinere, etwas über einen Millimeter lange Sklerite. Dendronephthya sind meist prächtig gelb, orange oder rot gefärbt. Die Farbe der Polypen unterscheidet sich oft von der der Äste. Dendronephthya lebt nicht mit Zooxanthellen in Symbiose, sondern ernährt sich ausschließlich durch den Fang von Phytoplankton.

Dendronephthya australis

Dendronephthya australis

Dendronephthya australis

Dendronephthya gigantea

Dendronephthya gigantea

Hemprichs Bäumchenkoralle
Dendronephthya hemprichi

Dendronephthya hemprichi 

Dendronephthya hemprichi 

Dendronephthya hemprichi 

Dendronephthya hemprichi 

Dendronephthya hemprichi
in unserem Aquarium

Scleronephthya

Scleronephthya ist eine Korallengattung aus der Unterklasse der Octocorallia. Sie ist im Roten Meer und im tropischen Indopazifik bis zu den Philippinen, Neuguinea, den Salomon-Inseln und Mikronesien verbreitet. Sie wächst vor allem an Riffkanten, an Überhängen oder hängt von Höhlendächern herab.

Merkmale:
Scleronephthya-Kolonien wirken fleischig und haben kurze, sich verzweigende Stämme. Sie werden ausschließlich durch den inneren Wasserdruck stabilisiert. Hauptstamm und große Äste sind ohne Polypen. Diese sitzen in Knäuel an den Enden der Zweige. Wie bei allen Octocorallia haben die Scleronephthya-Polypen acht Tentakel. Sie können nicht komplett in die Äste eingezogen werden. Die Äste sind dicht mit spindelförmigen Skleriten versehen, so dass sie sich zusammengezogen rau anfühlen. Die Polypen haben keine Sklerite. Scleronephthya sind meist prächtig gelb, orange oder rot gefärbt. Im unterschied zur nah verwandten Gattung Dendronephthya sind Stamm, Äste und Polypen normalerweise gleichfarbig. Scleronephthya lebt nicht mit Zooxanthellen in Symbiose, sondern ernährt sich ausschließlich durch den Fang von Phytoplankton.

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp.
(Pulau Sipadan, Sabah, Malaysia)

Scleronephthya sp.
(Pulau Sipadan, Sabah, Malaysia)

Nephthyigorgiidae

Die Familie Nephthyigorgiidae besteht aus einer einzigen Gattung mit vier Arten.
Nephthyigorgia ist eine Gattung aus der Unterklasse der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen und mäßig tiefen Regionen des tropischen Indopazifiks und seinen Nebenmeeren vorkommt.

Auf dem Bild:

Nephthyigorgia sp. in unserem Azoo-Becken


Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Gattung Nephthyigorgia Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind gelappt oder fingerförmig und besitzen oft einen kurzen Stiel. Eine Skelettachse fehlt. Die gleichmäßig über die Oberflächen der Lappen verteilten Polypen sind monomorph und können sich in große Polypenkelche zurückziehen. Sie fehlen am Stiel. Die Sklerite der Polypen haben die Form gebogener Spindeln und sind kragenförmig und als Spitzen angeordnet. Die Sklerite der Polypenkelche und der äußeren Coenenchymschicht sind groß, spindelförmig und mit komplexen Tuberkeln besetzt. In den Polypenkelchen sind sie in Längsrichtung angeordnet und auf der Oberfläche der Kolonie bilden sie eine dichte Schicht. Das Innere der Kolonie ist nur spärlich mit Skleriten ausgestattet. Oft sind die Sklerite farbig. Die Arten der Gattung Nephthyigorgia leben nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Gattung Nephthyigorgia gehören vier Arten:

  • Nephthyigorgia annectens
  • Nephthyigorgia aurantiaca
  • Nephthyigorgia crassa
  • Nephthyigorgia kükenthali 

Rote Seemannshand
Nephthyigorgia sp.

Diese äußerst farbige, bis zu 12 cm große Weichkoralle, kommt im Indo-Pazifik, vorallem rund um Indonesien recht häufig vor. Die Nephthyigorgia bevorzugt tropische Wassertemperaturen von 23°C - 26°C.
Wie die meisten azooxanthellaten Korallen auf Dauer, im Aquarium nur schwer haltbar, da aktiver Filtrierer.
Geeignet für Experten mit Filtrierer-Becken oder im gemischten Riff, bei gezielter Fütterung per Pipette (mehrmals täglich). Futter: Artemia-Nauplien, Azooxanthellat, Bosmiden (Rüsselflohkrebse), Brachionus (Rädertierchen), Cyclop-Eeze, Fischeier, Lobstereier, Nahrungsspezialist, Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera) und Staubfutter.

Nephthyigorgia sp.

Nephthyigorgia sp.

Nephthyigorgia sp.

Nephthyigorgia sp

Nephthyigorgia sp.

Nephthyigorgia sp.

Nidaliidae

Die Nidaliidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis tiefen Bereichen des tropischen Indopazifiks und des Atlantiks vorkommt.

Auf dem Bild:
Nidalia simpsoni

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Nidaliidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind unverzweigt oder gelegentlich gegabelt, mit einem ausgeprägten Stiel und einem halbkugelförmigem bis kugelförmigem oder handförmigem polypenbesetzten Abschnitt (Polyparium). Der Stiel ist starr und zylindrisch, hat aber keine feste Skelettachse. Die Steifheit resultiert aus dichten Schichten längs angeordneter Sklerite, die die zentralen Kanäle umgeben. Die über die Oberfläche des Polypariums verteilten Polypen sind monomorph oder dimorph und können in große Polypenkelche eingezogen werden. Die Sklerite der Polypen haben die Form gebogener Spindeln und sind kragenförmig oder Spitzen bildend angeordnet. In den Tentakeln sind die Sklerite stäbchen-, schuppen- und sternförmige, im Polypenkörper und am Gastralraum sind auch Sklerite in Form von kurzen Stäbchen, schmalen Spindeln, Ovalen oder achtförmigen Schuppen vorhanden. Im Stiel haben die Sklerite die Form großer, höckeriger, Spindeln bis Ovale. In den Innenwänden der Kanäle sind die Sklerite kürzere und dünnere Spindeln. Die Arten der Nidaliidae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind daher vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Nidaliidae gehören vier Gattungen:

  • Agaricoides
  • Nidalia
  • Nidaliopsis
  • Orlikia

Auf dem Bild:
Nidalia cinerea, präparierte Kolonie 
(Museum national d'Histoire naturelle, Frankreich) 

Paralcyoniidae

Die Paralcyoniidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die weltweit in flachen und mäßig tiefen Meeresregionen vorkommt.

Auf dem Bild:
Paralcyonium spinulosum

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Paralcyoniidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien besitzen einen zylindrischen polypenlosen Stiel und darauf ein fingerförmiges oder verzweigtes Polyparium (polypentragender Abschnitt), das vollständig eingezogen werden kann. Eine zentrale Skelettachse fehlt. Die Polypen sind monomorph. Ihre Sklerite hben die Form von Blutplättchen, Stäbchen oder Spindeln und sind manchmal gebündelt angeordnet. Die Sklerite des Stiels besitzen in der Regel die Form langer Spindeln. Die Arten der Familie leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Paralcyoniidae gehören sechs Gattungen:

  • Ceeceenus
  • Dimorphophyton
  • Maasella
  • Nanalcyon
  • Paralcyonium
  • Studeriotes

Ceeceenus

Auf dem Bild:
Ceeceenus sp.

Maasella

Maasella ist eine Weichkorallengattung aus der Familie der Paralcyoniidae. Sie ist monotypisch, mit nur einer einzigen Art, Maasella edwardsi. Jeder Polyp hat normalerweise eine grünlich-braune oder goldbraune Farbe und acht gefiederte Tentakel. Diese Weichkoralle kommt im Mittelmeer und im Atlantischen Ozean in Tiefen zwischen 2 und 50 Metern vor. 

 Auf dem Bild:

Maasella edwardsi

Photo: Matthieu Sontag, License CC-BY-SA.

Beschreibung:
Maasella edwardsi bildet kleine Gruppen, in denen die Polypen durch Stolonen verbunden sind. Die Anthocodia, der obere Teil des Polypen, kann vollständig in die Anthostele, den steifen unteren Teil, zurückgezogen werden. Jede Anthocodia trägt acht Tentakel mit jeweils zehn bis dreizehn kurzen Fiederblättchen auf jeder Seite. Die Anthostele ist breiter als die Anthocodia und wird durch Kalknadeln versteift, die manchmal als weiße Markierungen sichtbar sind. Der Polyp hat einen maximalen Durchmesser von 2,6 Zentimetern und ist normalerweise goldbraun oder grünbraun, manchmal mit einer grünen oder transparenten weißen Mundscheibe.

Verbreitung und Lebensraum:
Maasella edwardsi wurde erstmals 1888 vom französischen Zoologen Henri de Lacaze-Duthiers aus dem westlichen Mittelmeer beschrieben. Weitere Sichtungen wurden im angrenzenden Teil des Atlantischen Ozeans gemacht. Die Art galt jedoch als selten. Sie wächst normalerweise auf Felsen und zwischen Korallenalgen in Wassertiefen von 2 bis 50 Metern. Die Art wurde erstmals 2014 in der Ägäis entdeckt, wo wissenschaftliche Taucher Exemplare fanden, die auf felsigem Untergrund und auf den Rhizomen des Seegrases Posidonia oceanica wuchsen.

Biologie:
Die Brut von Maasella edwardsi kann durch die sommerliche Erwärmung des Meeres ausgelöst werden oder mit der Mondphase zusammenhängen. Es ist unklar, ob die Befruchtung der Eier innerhalb oder außerhalb der Polypen erfolgt. Die frühen Stadien der Larvenentwicklung finden jedoch an der Außenoberfläche der Koralle statt.

Maasella edwardsi

Maasella edwardsi

Paralcyonium

Paralcyonium spinulosum

Paralcyonium spinulosum

Paralcyonium spinulosum

Paralcyonium spinulosum

Paralcyonium spinulosum

Weihnachtsbaum-Koralle
Studeriotes

Studeriotes longiramosa
(Koh Phangan, Thailand)

Studeriotes sp.

Studeriotes sp.

Studeriotes sp.

Paramuriceidae

Die Paramuriceidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren vorkommt, in den meisten Fällen in tieferen Meeresregionen.

Auf dem Bild:
Paramuricea clavata

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Paramuriceidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend, buschig oder planar (zweiseitig), mehr oder wenig stark verzweigt, oft auch netzartig zusammengewachsen, in selteneren Fällen auch peitschenartig und nur wenig verzweigt. Die meisten Arten besitzen eine proteinhaltige Skelettachse. Diese ist hohl, mit einer breitem, quergekammerten Achse in der Mitte. Das Coenenchym ist normalerweise sehr dünn. Die monomorphen Polypen vieler Arten können sich in vorstehende Kelche zurückziehen, bei anderen Arten ist dies nicht möglich. Die Körperwand der Polypen ist durch eingelagerte Sklerite schwer gepanzert. Die relativ großen, spindelförmigen, gebogenen und stacheligen Sklerite sind oft zu kragenartig geformten Gebilden angeordnet. Im Coenenchym sind zwei Schichten vorhanden, eine äußere in der die Sklerite die Form dorniger Spindeln oder Sterne haben und eine innere Schicht mit einfachen oder verzweigten Spindeln. Die Arten der Paramuriceidae leben nicht in einer Endosymbiose mit Zooxanthellen und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Paramuriceidae gehören 26 Gattungen:

  • Acanthacis
  • Acanthogorgia
  • Anthomuricea
  • Astromuricea
  • Bebryce
  • Calicogorgia
  • Dentomuricea
  • Discogorgia
  • Echinogorgia
  • Echinomuricea
  • Guaiagorgia
  • Heterogorgia
  • Lapidogorgia
  • Lepidomuricea
  • Lytreia
  • Menacella
  • Menella
  • Muriceides
  • Paracis
  • Paramuricea
  • Paraplexaura
  • Placogorgia
  • Spinimuricea
  • Thrombophyton
  • Trimuricea
  • Villogorgia


Einige Arten und Gattungen der Familie Paramuriceidae werden auf der Seite: Gorgonien, Hornkorallen & Seefächer 1 genauer vorgestellt!

Siphonogorgiidae

Die Siphonogorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen Bereichen bis mäßig tiefen Bereichen des Indopazifiks und des westlichen Atlantiks vorkommt. Eine Art findet man auch im Mittelmeer.

Auf dem Bild:
Siphonogorgia godeffroyi


Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Siphonogorgiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht oder herabhängend und planar (nur zu zwei Seiten) oder buschig stark verzweigt. Eine feste Skelettachse fehlt, die Äste sind aber unflexibel, aufgrund von dichten Schichten längs angeordneter Sklerite, die die zentralen Kanäle umgeben. Die gleichmäßig über die Oberfläche verteilten oder weitgehend auf die Enden der Äste beschränkten Polypen sind monomorph und können in Polypenkelche zurückgezogen werden. Die Polypenkelche sind bei der Gattung Chironephthya groß und scheidenartig, bei Siphonogorgia sind sie klein und unauffällig. Die Sklerite der Polypen haben die Form höckriger Spindeln und sind kragenförmig oder zu Spitzen angeordnet. In den Tentakeln haben die Sklerite die Form abgeflachter Stäbchen und gebogener Schuppen, in der Körperwand und im Gastralraum der Polypen sind es kleine Stäbchen. Die Sklerite der Polypenkelche sind kleinere Spindeln und Stäbchen. Auf den Oberflächen der Äste sind die Sklerite spindelförmig und mit komplexen, in Längsrichtung angeordneten Tuberkeln besetzt. Im Innern finden sich dünnere und kürzere spindel- und stäbchenförmige Sklerite. In der Regel sind die Sklerite auffällig gefärbt. Die Arten der Familie Siphonogorgiidae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Siphonogorgiidae gehören zwei Gattungen:

  • Chironephthya
  • Siphonogorgia

Die zwei Gattungen dieser Familie, gehörten früher zu den Nidaliidae, einer anderen Familie mit dichten Schichten längs angeordneter Sklerite. Möglicherweise sind Nidaliidae und Siphonogorgiidae Schwesterfamilien. DNA-Analysen deuten jedoch darauf hin, dass die Trennung beider Taxa schon vor sehr langer Zeit stattfand.

Chironephthya

Chironephthya sind azooxanthellate Weichkorallen aus der Familie der Siphonogorgiidae in der Ordnung Achtstrahligen Korallen (Octocorallia).

Chironephthya sp.

Chironephthya sp.

Chironephthya sp.

Chironephthya sp.

Chironephthya sp.

Siphonogorgia godeffroyi

Siphonogorgia godeffroyi, die Godeffroy-Weichkoralle, ist eine Korallenart aus der Familie der Siphonogorgiidae. Sie ist in der zentralen indopazifischen Region beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Indonesien, die Philippinen und Papua-Neuguinea. Die Art wurde erstmals 1874 vom Schweizer Biologen Albert von Kölliker beschrieben.

Beschreibung:
Siphonogorgia godeffroyi ist eine Baumkoralle mit roten oder rosafarbenen kahlen Zweigen. Die Polypen sind weiß und sternförmig und konzentrieren sich auf die Spitzen kleiner Zweige. Diese Art ernährt sich von Plankton. Man findet sie in Tiefen zwischen 10 und 20 m. Sie wächst sowohl auf Fels- als auch auf Korallenriffen, auf Felsvorsprüngen, an Riffhängen und unter Überhängen.

Siphonogorgia godeffroyi

Siphonogorgia godeffroyi

Siphonogorgia godeffroyi

Siphonogorgia godeffroyi

Siphonogorgia godeffroyi

Siphonogorgia godeffroyi
(Sulawesi, Indonesien)

Siphonogorgia godeffroyi
(Malediven)

Das Manteltier Atriolum robustum auf Siphonogorgia godeffroyi

Subergorgiidae

Die Subergorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Bereichen des tropischen Indopazifiks vorkommt.

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Subergorgiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht und planar (nur zu zwei Seiten) verzweigt, wobei die Zweige oft netzartig verwachsen sind. Die Skelettachse besteht aus ineinandergreifenden, teilweise verschmolzenen Skleriten, eingebettet in eine proteinhaltige Matrix. Die Skelettachse (Medulla) ist durch einen Ring von Kanälen vom äußeren Coenenchym getrennt. Die Sklerite der Skelettachse sind lang, glatt, verzweigen und gewunden. Die Polypen sind monomorph, können sich zurückziehen und sind rund um die Zweige oder nur an zwei gegenüberliegenden Seiten der Zweige angeordnet. Die Sklerite der Polypen haben die Form abgeflachter, gebogener Spindeln und sind kragenförmig oder als Spitzen angeordnet. Auf der Außenhaut haben die Sklerite die Form höckrige Spindeln oder Ovale, kleiner Doppelköpfe und Doppelräder. Die Arten der Familie Subergorgiidae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Subergorgiidae gehören zwei Gattungen:

  • Annella
  • Subergorgia

Annella

Annella ist eine Gattung der Achtstrahligen Korallen, aus der Familie Subergorgiidae


Die folgenden beiden Arten gehören zur Gattung Annella:

  • Annella mollis
  • Annella reticulata


Die bekanntere, der beiden Arten ist die Riesen-Fächerkoralle (Annella mollis). Ihr Verbreitungsgebiet liegt im Indo-Westpazifik. Hier kommt sie in Wassertiefen von 12 bis 18 Metern, in den unteren Riffhängen, auf Felsen und Sandsubstraten vor.

Annella mollis

Annella mollis

Annella mollis
(Koh Phangan, Thailand)

Annella mollis
(Bali, Indonesien)

Annella mollis
(Mayotte, Indischer Ozean)

Halfterfische in einer Annella mollis

Annella mollis
Ras Muhammad Nationalpark, Ägypten)

Foto: Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA 

Annella mollis
Ras Muhammad Nationalpark, Ägypten)

Foto: Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA 

Annella mollis

Annella mollis

Annella mollis

Annella mollis

Annella mollis

Annella reticulata

Subergorgia

Subergorgia ist eine Gattung der Achtstrahligen Korallen, aus der Familie Subergorgiidae.

Die folgenden Arten werden in der Gattung Subergorgia anerkannt:

  • Subergorgia compressa
  • Subergorgia koellikeri
  • Subergorgia mexicana
  • Subergorgia nuttingi
  • Subergorgia patula
  • Subergorgia rubra
  • Subergorgia suberosa
  • Subergorgia thomsoni
  • Subergorgia verriculata

Subergorgia rubra

Subergorgia rubra

Subergorgia rubra

Subergorgia rubra

Subergorgia suberosa

Subergorgia suberosa

Subergorgia suberosa

Subergorgia suberosa

Subergorgia suberosa

Subergorgia suberosa

Subergorgia suberosa

Subergorgia suberosa

Tubiporidae

Die Tubiporidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Regionen des tropischen Indopazifiks und in seinen Nebenmeeren vorkommt.

Auf dem Bild:
Orgelkoralle (Tubipora musica),
Da sie mit Zooxanthellen in Endosymbiose lebt, wird die Orgelkoralle auf der Seite: Achtstrahlige Korallen genauer beschrieben.
Einige azooxanthellate Vertreter der Familie Tubiporidae werden hier vorgestellt.

Merkmale:
Die Arten der Familie Tubiporidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien besitzen kein Achsenskelett, sondern bilden aus verschmolzenen Skleriten feste Röhren, in denen die Polypen stecken. Diese sind durch ein Netzwerk von Ausläufern (Stolonen) oder Membranen miteinander verbunden. Durch die Ansammlung vieler Röhren können auch vertikal verlaufende Gebilde oder buschige Kolonien entstehen, die dann durch erhöhte Stolonen miteinander verbunden werden. Die gleichmäßig verteilten Polypen sind monomorph und können sich in die Röhren zurückziehen. Die Sklerite der Polypen und ihrer Tentakeln haben in den meisten Fällen die Form stachliger Spindeln oder Stäbchen. Sie können auch fehlen. Viele Arten der Familie Tubiporidae leben in einer Endosymbiose mit einzelligen, symbiotischen Algen (Zooxanthellen), andere sind ohne Zooxanthellen, sind also auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Tubiporidae gehören zehn Gattungen:

  • Bathytelesto
  • Cyathopodium
  • Paratelesto
  • Rhodelinda
  • Rhodolitica
  • Scyphopodium
  • Stereotelesto
  • Stragulum
  • Telesto
  • Tubipora 

Paratelesto sp.

Paratelesto sp.

Paratelesto sp.

Rhodolitica occulta

Stragulum bicolor

Stragulum bicolor mit geschlossenen Polypen

Stragulum bicolor

Stragulum bicolor

Victorgorgiidae

Die Victorgorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in tieferen Meeresregionen im Atlantik und im Pazifik vorkommt.

Bild oben:
Tiefwasser-Gorgonie (Victorgorgia alba

V. alba kommt aus dem West-Pazifik, Sie bewohnt lichtlose Bereiche und Tiefseegräben in 1394 bis 1829 Metern Wassertiefe und erreicht Größen von 33 cm.

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Victorgorgiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend und mehr oder weniger verzweigt (Gattung Victorgorgia) oder ihre Polypen sind nur basal durch Stolonen oder Membranen miteinander verbunden (Gattung Trachythela). Eine zentrale Skelettachse fehlt. Das Coenenchym kann in eine äußere Schicht und eine innere Medulla unterteilt sein, wobei dazwischen eine ausgedehnte Grenzschicht vorhanden ist. Die zentrale Medulla ist von Kanälen durchzogen. Die Polypen sind monomorph und können sich in ihre Kelche zurückziehen. Sie sind über die gesamte Oberfläche der Kolonie verteilt, stehen an den Zweigenden aber dichter. Die Sklerite der Victorgorgiidae haben die Form von höckrigen Stäbchen, Spindeln und Keulen.
Von den Korallen der sehr ähnlichen Familie Alcyoniidae unterscheidet sich die Familie Victorgorgiidae vor allem hinsichtlich der Färbung. Während die Alcyoniidae vor allem rötlich oder gelblich sind, sind die Victorgorgiidae überwiegend purpur- oder magentafarben. Die Sklerite der Victorgorgiidae sind jedoch farblos. Die Arten der Familie leben nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Victorgorgiidae gehören zwei Gattungen:

  • Trachythela
  • Victorgorgia

Azooxanthellate Korallen

(Achtstrahlige Korallen)
Ordnung Scleralcyonacea

Chrysogorgiidae

Die Chrysogorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren vor allem in größeren Tiefen vorkommt.

Auf dem Bild:
Iridigorgia sp.

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Chrysogorgiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien stehen aufrecht, sind auf unterschiedliche Weise verzweigt oder unverzweigt und durch eine stark verkalkte scheibenförmige, krustige oder wurzelartige Verbindung fest mit dem Untergrund verbunden. Sie besitzen eine Skelettachse aus festem (nicht skleritischem) konzentrisch geschichtetem Calciumcarbonat. Im Querschnitt ist die Skelettachse elliptisch oder kreisförmig; ihre Schichten sind normalerweise glatt (nicht wellig). Die Skelettachse ist spröde und zeigt einen mit metallischem Glanz. Sie ist nicht durchscheinend. Die Polypen sind monomorph und können sich nicht in die Polypenkelche zurückziehen aber zusammenziehen. Auf jedem Ast der Kolonie sind sie normalerweise nur in einer Reihe angeordnet. Die Sklerite sind oft länglich (oft mit einer taillenartigen Einschnürung) oder haben die Form von unregelmäßigen Schuppen, Platten, Spindeln und Stäbe. Oft sind sie abgeflacht. Bei Betrachtung in polarisiertem Licht zeigen die Schuppen ein kreisförmiges Muster. Alle Arten der Chrysogorgiidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Chrysogorgiidae gehören sieben Gattungen:

  • Chrysogorgia
  • Iridogorgia
  • Metallogorgia
  • Pseudochrysogorgia
  • Radicipes
  • Ramuligorgia
  • Rhodaniridogorgia

Chrysogorgia binata

Iridogorgia magnispiralis

Iridogorgia sp.

Iridogorgia sp.

Iridogorgia sp.

Metallogorgia sp.

Metallogorgia macrospina

Pseudochrysogorgia bellona

Rhodaniridogorgia sp.

Coralliidae

Die Coralliidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren vor allem in größeren Tiefen vorkommt.

Auf dem Bild:
Paraminabea rubeusa

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Coralliidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien sind meistens halbkugelförmig bis fingerförmig, bestehen aus einem „Kopf“ mit einem auffälligen Stiel oder sind, in seltenen Fällen, spärlich bis stark verzweigt oder gelappt, meist nur zweiseitig (planar). Ein zentrales, aus verschmolzenen oder unverschmolzenen Skleriten bestehendes Achsenskelett besteht nicht. Die Polypen sind dimorph und können sich in das Coenenchym oder den Cortex der Achse zurückziehen. Neben den Fresspolypen (Autozooide) gibt es auch tentakellose Schlauchpolypen (Siphonozooide), die für die Fortpflanzung zuständig sind. In den Polypen haben die Sklerite die Form kleiner Spindeln, Ovalen, Keulen oder Strahlen oder sie fehlen völlig. Die Sklerite des Coenenchyms sind strahlenförmig und Sphäroide ohne komplexe Tuberkel auf der Oberfläche. Bei einigen Arten finden sich auch stumpfe Stäbe und Spindeln. Die Sklerite sind oft auffällig gefärbt, bei den meisten Arten sind sie rot. Die meisten Arten der Coralliidae leben nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und sind deshalb auf planktonische Nahrung angewiesen, einige wenige Arten leben in einer Endosymbiose mit Zooxanthellen und beziehen dadurch Zucker, Stärke und anderen organische Produkte.

Auf dem Bild: 

Heteropolypus ritteri

Zur Familie Coralliidae gehören 14 Gattungen:

  • Anthomastus
  • Bathyalcyon
  • Carotalcyon
  • Corallium
  • Hemicorallium
  • Heteropolypus
  • Minabea
  • Notodysiferus
  • Paragorgia
  • Paraminabea
  • Pleurocorallium
  • Pseudoanthomastus
  • Sibogagorgia
  • Sphaerasclera 

Edelkoralle
Corallium rubrum

Die Edelkoralle, auch Rote Koralle oder Blutkoralle genannt, ist eine den Gorgonien ähnelnde Oktokoralle aus dem westlichen und zentralen Mittelmeer und dem angrenzenden östlichem Atlantik an den Küsten Portugals und Marokkos, bei den Kanarischen und den Kapverdischen Inseln. Sie lebt in Tiefen von 2 bis 280 Metern, im flacheren Wasser ausschließlich im Schatten in Höhlen und unter Überhängen.

Wie fast alle Oktokorallen bildet die Edelkoralle Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien werden zwischen 5 und 30 cm groß und sind unregelmäßig und spärlich verzweigt, bei kontinuierlicher starker Strömung bildet die Koralle auch Krusten. Kolonien von über einem Meter Größe und Gewichten von bis zu 30 Kilogramm sind durch übermäßige Ausbeutung für die Schmuckherstellung verschwunden. Die Enden der Zweige sind 3 bis 5 mm dick, die Basis großer Kolonien kann bis zu 3 cm stark sein. Die kalkigen Äste der Kolonie werden aus verschmolzenen Skleriten gebildet. Das lebende Coenenchym ist zinnoberrot, dunkelrot bis leuchtend rot, seltener auch pink oder weiß gefärbt und kontrastiert deutlich von den weißen, mehr oder weniger transparenten Polypen, die 8 gefiederte Tentakel besitzen. Edelkorallenkolonien wachsen nur 2 bis 8 mm pro Jahr.

Die Edelkoralle kann mit der Krustenbildenden Lederkoralle (Parerythropodium coralloides) und einigen Moostierchen, wie der Trugkoralle (Myriapora truncata) oder dem Elchgeweih-Moostierchen (Schizotheca serratimargo) verwechselt werden. Erstere hat jedoch kein eigenes Kalkskelett, sondern überzieht tote Gorgonien, letztere sind orange gefärbt und haben Astenden, die wie abgeschnitten wirken.
Die Edelkoralle ist lichtscheu und wächst vor allem unterhalb einer Tiefe von 40 Metern, bis in Tiefen von über 100 Metern (maximal 280 m), seltener in flacherem Wasser im Schutz von Höhlen. Freistehend, in schwachem Licht, ohne den Schutz von Überhängen oder in Spalten, kommt sie nur unterhalb einer Tiefe von 80 Metern vor.
Die Edelkoralle ernährt sich von Zooplankton. Edelkorallen werden von verschiedenen bohrenden Schwämmen besiedelt.
Edelkorallenkolonien sind in den meisten Fällen getrennt geschlechtlich. Die Eizellen werden im weiblichen Polypen befruchtet, entwickeln sich dort bis zur Planulalarve weiter, werden dann ausgestoßen und leben einige Tage planktonisch, bis sie sich auf eine feste Unterlage festsetzen. Die Planulalarve wandelt sich dann zum Primärpolypen, der sich weiter, durch Knospung vermehrt und eine neue Kolonie bildet. 

Corallium rubrum

Corallium rubrum

Corallium rubrum

Corallium rubrum

Corallium rubrum

Corallium rubrum

Corallium rubrum

Corallium rubrum

Corallium rubrum

Corallium rubrum

Schmuck aus Korallen

Die Kalkachse der Edelkoralle und einiger anderer Korallen wird zur Schmuckherstellung genutzt. Zentrum der Schmuckherstellung am Mittelmeer ist Torre del Greco in der Nähe von Neapel. Heute werden Edelkorallen hauptsächlich noch vor Korsika, Sardinien und Tunesien von Tauchern gesammelt; um 2007 waren es etwa 25–30 Tonnen pro Jahr im gesamten Mittelmeer.

Exponate zum Thema "Schmuck aus Korallen" im Haus der Natur (Salzburg)

Exponate zum Thema "Schmuck aus Korallen" im Haus der Natur (Salzburg)

Korallen der Gattung Corallium werden seit der Antike zur Schmuckherstellung verwendet.

Schmuck aus Roten Korallen

Schmuck aus Roten Korallen

Gesammelte Rote Korallen für die Schmuckherstellung

Paragorgia

 Paragorgia arborea ist eine Korallengattung aus der Familie Coralliidae.

Paragorgia coralloides

Paragorgia coralloides

Paragorgia johnsoni

Paragorgia johnsoni

Paragorgia pacifica

Paragorgia pacifica

Paragorgia pacifica

Paragorgia pacifica

Paragorgia stephencairnsi

Paragorgia stephencairnsi

Paragorgia arborea

Paragorgia arborea ist eine Korallenart aus der Familie Coralliidae, die wegen ihrer knolligen Zweigspitzen allgemein als Kaugummikoralle bekannt ist. Sie wächst hauptsächlich in Tiefen zwischen 200 und 1.300 Metern bei Temperaturen zwischen 3 und 8 °C. Sie kommt weit verbreitet im Nordatlantik und im Nordpazifik auf Meeresbergen und Hügeln vor und wurde erstmals 1758 vom schwedischen Naturforscher Carl Linnaeus beschrieben. P. arborea ist eine Stammart, die anderen Arten in Tiefseekorallenökosystemen einen Lebensraum bietet.

Paragorgia arborea

Paragorgia arborea

Paragorgia arborea

Paragorgia arborea

Paragorgia arborea
und Schlangensterne in der Nähe des EITS-Robotter. 
(Bahamas)

Paragorgia arborea
wächst neben einem weißen Trompetenschwamm. 

Paragorgia arborea
wächst an einem großen Schwamm

Paragorgia arborea

Paragorgia arborea

Paragorgia arborea

Paraminabea

Paraminabea ist eine seltene Gattung aus der Familie Coralliidae, die in tropischen Korallenriffen unter Überhängen und in Höhlen vorkommt. Die Gattung wurde 1999 von Williams & Alderslade aufgestellt, um einige tropische Arten aus der vor Japan und Neuseeland vorkommenden Lederkorallengattung Minabea auszugliedern. Seit 2022 gehört die Gattung nicht mehr zur Familie Alcyoniidae, sondern wurde in die Familie Coralliidae überführt.

Auf dem Bild:
Paraminabea aldersladei

Paraminabea-Arten ähneln einer kleinen zehn Zentimeter langen Möhre. Ihr Stamm ist rot oder orange und selten verzweigt. Aus diesem ragen in der Nacht wenige, weiße lange Fresspolypen („Autozooiden“), während die winzigen tentakellosen Schlauchpolypen („Siphozooiden“) immer versenkt bleiben. Die Gattung lebt nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und ernährt sich von Plankton.

Paraminabea aldersladei

Paraminabea hongkongensis

Paraminabea hongkongensis

Paraminabea hongkongensis

Paraminabea hongkongensis

Paraminabea hongkongensis

Paraminabea hongkongensis

Paraminabea rubeusa

Paraminabea rubeusa

Paraminabea rubeusa

Paraminabea rubeusa

Paraminabea rubeusa

Sibogagorgia cauliflora

Sibogagorgia cauliflora ist eine Korallenart aus der Familie Coralliidae.
Das Verbreitungsgebiet von Sibogagorgia cauliflora erstreckt sich beidseitig der USA von der Pazifikküste Alaskas, dem Ost-Pazifik, dem West-Atlantik, dem Golf von Mexiko bis zur Karibik.
Die Tiefseeart kommt Bathypelagial vor. Das Bathypelagial reicht von 1000 bis zu 4000 Metern Tiefe.
Der Druck beträgt in dieser Tiefenzone bis zu ca. 400 bar (4.000 Tonnen pro Quadratmeter bzw. 400 kg pro Quadratzentimeter. In solchen Tiefen ist kein Licht mehr vorhanden, nur Fische und Bakterien können Licht in Form von Biolumineszenz erzeugen. Sibogagorgia cauliflora kann eine Größe von bis zu 150 cm erreichen.

Auf dem Bild:
Sibogagorgia cauliflora

Cornulariidae

Die Cornulariidae sind eine monogenerische Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), mit der einzigen Gattung Cornularia, deren Vertreter in flachen Bereichen des südöstlichen Atlantiks und im Mittelmeer vorkommen.

Auf dem Bild:
Cornularia cornucopiae

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Gattung Cornularia Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Polypen wachsen flächenförmig den Untergrund bedeckend. Sie sind basal durch röhrenförmige Stolonen verbunden. Die Polypen sind monomorph und können sich vollständig in röhrenförmige Kelche zurückziehen. Stolonen und Kelche sind von einer dicken Chitinhülle (Kutikula) bedeckt. Sklerite sind weder in den Polypen noch in den Stolonen vorhanden. Die Arten der Gattung Cornularia leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind deshalb vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Gattung Cornularia gehören zwei Arten:

  • Cornularia cornucopiae
  • Cornularia pabloi

Cornularia cornucopiae

Die Röhrenkoralle (Cornularia cornucopiae) ist eine Art der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia) aus der Familie Cornulariidae. Das Vorkommen erstreckt sich von der Adria  und der Ägäis bis zum Ost-Atlantik, von Portugal und Spanien bis nach Süd-Afrika. Die azooxanthellate Koralle bildet in Meerestiefen von 8 - 21 Metern rasenförmige Überzüge auf Felsen, Algen, Schwämmen, an Eingängen von Höhlen und Grotten oder auf Muschelschalen und ist auf eine regelmäßige Zufuhr von Plankton angewiesen.
Cornularia cornucopiae ist eine mediterane, koloniebildende Röhrenkoralle, deren Polypen eine Länge von etwa 10 mm erreichen und ein stolonenförmiges Wachstum hat.

Cornularia cornucopiae

Cornularia cornucopiae

Cornularia cornucopiae

Cornularia cornucopiae

Cornularia cornucopiae

Cornularia cornucopiae

Cornularia cornucopiae

Cornularia cornucopiae

Cornularia cornucopiae

Cornularia cornucopiae

Ellisellidae

Die Ellisellidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren von flachen Küstenbereichen bis in größere Tiefen vorkommt.

Auf dem Bild:
Ellisella ceratophyta


Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Ellisellidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien wachsen aufrecht unverzweigt oder mehr oder weniger verzweigt oder netzförmig mit miteinander verwachsenen Zeigen. Die Skelettachse besteht aus festem nicht durch zusammengewachsene Sklerite gebildetem Calciumcarbonat. Die Polypen sind monomorph, können sich nicht zurückziehen aber sehr stark zusammenziehen. Die Sklerite sind in allen Teilen der Kolonie ähnlich. Sie haben die Form kleiner Doppelköpfe, manchmal als asymmetrischer Keulen, symmetrischer Strahlen, Stäbchen oder Spindeln mit einer Einschnürung in der Mitte. Sie sind normalerweise auffällig gefärbt. Die meisten Gattungen der Ellisellidae lebten nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und ernähren sich ausschließlich durch den Fang von Plankton. Eine wenige Arten besitzen Zooxanthellen und beziehen von diesen einen Teil der benötigten Nährstoffe.

Zur Familie Ellisellidae gehören zehn Gattungen:

  • Ctenocella
  • Dichotella
  • Ellisella
  • Heliania
  • Junceella
  • Nicella
  • Phenilia
  • Riisea
  • Verrucella
  • Viminella


Einzelne Arten der Familie Ellisellidae werden auf der Seite: Hornkorallen, Gorgonien & Seefächer 2 genauer vorgestellt!

Ctenocella pectinata

Dichotella gemmacea

Ellisella elongata

Heliania spinescens

Junceella fragilis

Verrucella pallida

Keratoisididae

Die Keratoisididae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die weltweit in tiefen Bereichen der Meere vorkommt.

Auf dem Bild:
Isidella tentaculum

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Keratoisididae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend, unverzweigt oder mehr oder weniger buschig verzweigt. An hartem Substrat bilden sie eine Haftscheibe mit einem hohen Calciumcarbonat-Anteil aus, in weichem Sediment verankern sie sich mit einem wurzelähnlichen Haftorgan. Sie besitzen eine gegliederte Skelettachse in der sich normalerweise hohle oder massive Internodien aus nicht-skleritischem Calciumcarbonat und proteinhaltige, keine Sklerite enthaltende Knoten immer wieder abwechseln. Die jüngeren Teilen der Kolonie können flexibel sein. Die Kolonien können sich sowohl an den Internodien als auch an den Knoten verzweigen. Die monomorphen Polypen können sich nicht zurückziehen aber zusammenziehen. Die Sklerite der Polypen haben die Form von Nadeln, Spindeln, Stäbchen oder Schuppen und sind längs oder schräg entlang des Polypenkörpers angeordnet. Bei vielen Arten ragen eine oder mehrere nadelförmige Sklerite zwischen den Tentakeln hervor. Im Coenenchym sind die Sklerite ähnlich geformt aber kleiner. Normalerweise sind im Mund und im oberen Gastralbereich ebenfalls Sklerite vorhanden, darunter höckerige oder stachelige Stäbchen und Doppelsterne. Die Arten der Familie Keratoisididae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind deshalb vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Keratoisididae gehören neun Gattungen:

  • Acanella
  • Bathygorgia
  • Cladarisis
  • Eknomisis
  • Isidella
  • Jasonisis
  • Keratoisis
  • Lepidisis
  • Orstomisis

Acanella sp.

Acanella arbuscula

Isidella tentaculum

Isidella tentaculum

Isidella tentaculum

Isidella tentaculum

Keratoisis sp.

Lepidisis sp.

Mopseidae

Die Mopseidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in relativ flachen Regionen der Weltmeere der südlichen Erdhalbkugel vorkommt.

Auf dem Bild:
Sphaerokodisis australis
 (Bare Island, Sydney, Australien)

Merkmale:
Die Arten der Familie Mopseidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien verfügen über ein Achsenskelett, das abwechselnd aus festen Abschnitten (Internodien) aus nicht-skleritischem Calciumcarbonat und flexiblen, proteinhaltigen Knoten besteht. Sie sind aufrecht und buschig oder flächig. Die Verzweigungen entspringen vor allem an den Internodien, seltener an den Knoten. Die monomorphen Polypen können sich nicht in das Coenenchym zurückziehen, können sich aber zusammenziehen. Die Sklerite der Polypen haben die Form glatter, höckriger oder dorniger Schuppen oder Platten. Meist sind sie breit, seltener schmal. Es gibt jedoch auch Sklerite in Form von schmalen, flachen Spindeln. Die Sklerite der Coenenchymoberfläche sind einseitig stachelige Spindeln oder sie sind geformt wie unregelmäßige Blutplättchen. Alle Arten der Familie Mopseidae leben ohne Zooxanthellen und sind daher auf planktonische Nahrung angewiesen.

Gattungen:
Zur Familie Mopseidae gehören 30 Gattungen, von denen die meisten nur wenig erforscht sind.
Liste der Arten auf Wikipedia
Alle Gattungen der Mopseidae gehörten bis 2021 in die Familie Isididae und bildeten dort die Unterfamilien Mopseinae und Circinisidinae. Da sie molekularbiologischen Daten zufolge aber nicht die Schwestergruppe der Unterfamilie Isidinae sind, wurden die Mopseinae 2021 in den Familienrang erhoben und die Gattungen der Circinisidinae ebenfalls dieser Familie zugeordnet.

Parasphaerascleridae

Die Familie Parasphaerascleridae umfasst nur eine Gattung, Parasphaerasclera, deren Vertreter in flachen Bereichen des tropischen Indopazifiks und an der Küste des südlichen Afrikas vorkommen.

Auf dem Bild:
Parasphaerasclera aurea

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Gattung Parasphaerasclera Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien fingerförmig oder gelappt. Ein Stiel ist mehr oder weniger deutlich ausgebildet. Eine feste Skelettachse fehlt. Die monomorphen, mit Ausnahme des Stiels über die gesamte Kolonieoberfläche verteilten Polypen können sich vollständig in das Coenenchym zurückziehen. Die Sklerite im Innern und an der Oberfläche der Kolonie haben die Form von strahlenförmigen und höckerigen Sphäroiden, gelegentlich sind sie als Stäbchen und Kreuze ausgebildet. Die Sklerite sind auffällig gefärbt. Die Polypen sind ohne Sklerite. Die Arten der Gattung Parasphaerasclera leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind deshalb vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Gattung Parasphaerasclera gehören neun Arten:

  • Parasphaerasclera albiflora
  • Parasphaerasclera aurea
  • Parasphaerasclera grayi
  • Parasphaerasclera kimberleyensis
  • Parasphaerasclera morifera
  • Parasphaerasclera nezdoliyi
  • Parasphaerasclera rotifera
  • Parasphaerasclera valdiviae
  • Parasphaerasclera zanahori 

Parasphaerasclera valdiviae

Parasphaerasclera valdiviae

Parisididae

Die Familie Parisididae umfasst nur eine Gattung, Parisis, deren Vertreter in flachen bis mäßig tiefen Bereichen des tropischen Indopazifiks vorkommen.

Auf dem Bild:
Parisis fruticosa

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Gattung Parisis Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien wachsen aufrecht und sind mehr oder weniger planar (zweiseitig) oder buschig verzweigt. Sie besitzen eine gegliederte Skelettachse, in der sich feste, kalkhaltige, aus verschmolzenen Skleriten gebildete Internodien und proteinhaltige, mit Skleriten versetzte Knoten immer wieder abwechseln. Die Kolonien verästeln nur an den Internodien. Internodien und Knoten sind längs gerillt. Die gleichmäßig über die Oberflächen aller Zweige verteilten Polypen sind monomorph und können nicht zurückgezogen werden. Sie können sich jedoch stark zusammenziehen und haben dann die Erscheinung konischer Buckel auf den Zweigen der Kolonie. Die Sklerite in den Polypen, auf der Oberfläche der Kolonie und in den Internodien sind unregelmäßig oder haben die Form von Plättchen, die mit Tuberkeln versehen sind. In den Knoten haben sie die Form gelappter Stäbchen. Die Arten der Gattung Parisis leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Gattung Parisis gehören fünf Arten:

  • Parisis australis
  • Parisis fruticosa
  • Parisis laxa
  • Parisis minor
  • Parisis poindimia

Pleurogorgiidae

Die Pleurogorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die im Pazifik und im Indischen Ozean vor allem in mäßig tiefen Bereichen und in größeren Tiefen vorkommt.

Auf dem Bild:
Pleurogorgia militaris

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Pleurogorgiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien stehen aufrecht, sind unverzweigt oder verzweigt, und mit dem Untergrund durch eine kräftige, verkalkte Haftscheibe verbunden. Sie besitzen eine spröde Skelettachse, die aus festem, nicht skleritischem Calciumcarbonat besteht, das in konzentrischen Schichten angeordnet ist. Die Schichten sind normalerweise glatt und nicht wellig. Im Querschnitt ist die Skelettachse elliptisch oder kreisförmig. Sie hat einen metallischer Glanz, ist aber nicht durchscheinend. Die auf den Ästen in einer Reihe angeordneten Polypen sind monomorph, können sich nicht zurückziehen aber zusammenziehen. Die Sklerite in der Körperwand der Polypen und im Coenenchym sind in zwei Schichten angeordnet. In der unteren Schicht haben sie die Form länglicher und höckerigen Schuppen, abgeflachter Spindeln und Platten, in der oberen Schicht sind es Platten und blattartige Sphäroide. In den Tentakeln sind die Sklerite glatte und höckerige Schuppen, Platten und blattartige Sphäroide. Alle Arten der Pleurogorgiidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Pleurogorgiidae gehören zwei Gattungen:

  • Aurogorgia
  • Pleurogorgia

Primnoidae

Die Primnoidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren sowohl in flachen Bereichen als auch in und größeren Tiefen vorkommt.

Auf dem Bild:
Primnoa pacifica

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Primnoidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien stehen aufrecht, sind auf unterschiedliche Weise verzweigt oder unverzweigt und normalerweise durch eine scheibenförmige, kalkhaltige Verbindung fest mit dem Untergrund verbunden. Sie besitzen eine Skelettachse aus festem (nicht skleritischem) Calciumcarbonat. Nur die Gattung Mirostenella hat eine flexible Skelettachse. Der Querschnitt der Skelettachse zeigt wellenförmige, konzentrische Schichten aus verkalktem Material, die in das hornartige Gorgonin eingebettet sind und aus einem longitudinalen (nicht radialen) Verkalkungsmuster resultieren. Die äußere Oberfläche der Skelettachse ist in der Regel in Längsrichtung gerillt. Die durch schuppenartig angeordneten Kalkschuppen stark gepanzerten Polypen sind monomorph und können sich nicht in die Polypenkelche zurückziehen. Jeder Polypenkelch hat acht dreieckige Deckelschuppen, die einen verschließbaren Deckel bilden, eine variable Anzahl (in der Regel acht) Randschuppen und eine variable Anzahl (oft acht) von Reihen längs verlaufender Körperwandschuppen. Im Coenenchym sind die Sklerite überwiegend schuppenförmig, einige Gattungen haben eine innere Schicht aus sphäroidförmigen mit Tuberkeln besetzten Skleriten, die die Wände der Längskanäle bilden. Alle Arten der Primnoidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Gattungen:
Mit fast 50 Gattungen sind die Primnoidae die gattungsreichste Familie der Oktokorallen
→  Link zur Auflistung aller Gattungen der Primnoidae auf Wikipedia

Einige Bilder einzelner Arten der Familie Primnoidae sind auf der Seite: Hornkorallen, Gorgonien & Seefächer 2 zu finden!

Sarcodictyonidae

Die Sarcodictyonidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in den kalten Bereichen aller Weltmeere sowie in größeren Tiefen vorkommt.

Auf dem Bild:
Sarcodictyon catenatum

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Sarcodictyonidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien besitzen keine Skelettachse. Die Polypen sind nur basal durch bandartige Stolonen miteinander verbunden sind, die jedoch zu größeren Auswüchsen verschmelzen können. Die gleichmäßig über die Oberfläche der Kolonie verteilten Polypen sind monomorph und können sich in kurze oder sehr hohe Polypenkelche (Anthocodien) zurückziehen. Größere Polypen können sekundäre Tochterpolypen hervorbringen die seitlich hervorwachsen. Stolone und Polypenkelche sind von einer dünnen Kutikula bedeckt. Die Sklerite der Polypen haben die Form kleiner, stumpfer Stäbchen mit tuberkulösen Verzierungen. Sie sind oft nur spärlich vorhanden, wenn zahlreicher sind sie in Längsreihen angeordnet. In den Ploypenkelchen und Stolonen haben die Sklerite die Form von sternförmigen Platten, Kreuzen, oder es sind sechsstrahlige oder unregelmäßig geformte, verzweigte Formen mit zahlreichen Tuberkeln. Alle Arten der Sarcodictyonidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Sarcodictyonidae gehören zwei Gattungen:

  • Sarcodictyon
  • Telestula

 

Die Art  Sarcodictyon catenatum wird auf der Seite: Weich- & Lederkorallen sowie Blumentiere des Mittelmeeres genauer vorgestellt! 

Spongiodermidae

Die Spongiodermidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen und mäßig tiefen Bereichen des westlichen Atlantiks, des östlichen Pazifiks und an der Küste des südlichen Afrikas vorkommt.

Auf dem Bild:
Diodogorgia nodulifera

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Spongiodermidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Tiere leben den Untergrund krustenartig überwachsend oder als aufrechte, unverzweigte oder spärlich verzweigte Kolonie oder planar mit dichotomer Verzweigung. Eine Skelettachse kann fehlen oder sie ist vorhanden und besteht dann aus dicht gepackten Skleriten, eingebettet in proteinhaltiges Gorgonin. In der Skelettachse ist die zentrale Medulla von einem Ring längs verlaufender Kanäle umgeben. Ein sekundäres Ringkanalsystem kann das Innere von äußeren Kortex trennen. Die gleichmäßig über die Oberfläche der Kolonie verteilten Polypen sind monomorph und können sich in Polypenkelche zurückziehen, die bündig mit der Oberfläche abschließen. Die Sklerite der zentralen Medulla haben die Form kräftiger Stäbchen und sind oft gegabelt, verzweigt und/oder stachelig. Sie sind in der Achse in Längsrichtung angeordnet. Die Sklerite der Kolonieoberfläche umfassen immer strahlenförmige und es können auch Spindeln, Ovale und Doppelköpfe dabei sein. Alle Arten der Spongiodermidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Zur Familie Spongiodermidae gehören sechs Gattungen:

  • Callipodium
  • Diodogorgia
  • Homophyton
  • Sclerophyton
  • Titanideum
  • Tripalea

Callipodium rubens

Homophyton verrucosum

Homophyton verrucosum

Homophyton verrucosum

Titanideum suberosum

Tripalea clavaria

Tripalea clavaria

Tripalea clavaria

Rote Fingergorgonie
Diodogorgia nodulifera

Diodogorgia nodulifera gibt es in den Farben gelb-orange und rot bis dunkelrot. Sie besitzt keine Zooxanthellen und ernährt sich daher von Mikroplankton. Die Gorgonie, bildet verzweigte Kolonien und hat hell-weiße Polypen, die aus den weit auseinander liegenden Zweigen hervorkommen und das Mikroplankton aus dem Wasser fangen.

Die Fingergorgonie kommt in Niedrig-Nährstoff- und Niedriglicht-Riffzonen vor, wo störende Algen nicht auf ihr wachsen können. Mindestens ebenso wichtig ist deshalb eine starke, aber indirekte Strömung, damit die Polypen sich regelmäßig öffnen und die Gorgonie nicht veralgt und degeneriert.
Das natürliche Vorkommen erstreckt sich im Atlantik von Kanada über die USA bis zur Karibik in Tiefen von 20 bis 183 Meter. Die bevorzugten Wassertemperaturen liegen zwischen 18 und 24 °C. Diodogorgia nodulifera erreicht eine Größe von 15 bis 25 cm. Als Futter eignen sich: Artemia-Nauplien, Austerneier, Bosmiden (Rüsselflohkrebse), Brachionus (Rädertierchen), Cyclops (Ruderfußkrebse), Lobstereier, Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Ruderfußkrebse (Copepoden), sowie Staubfutter.

Gelbe Form von Diodogorgia nodulifera 


Gelbe Form von Diodogorgia nodulifera 


Gelbe Form von Diodogorgia nodulifera 


Gelbe Form von Diodogorgia nodulifera 


Gelbe Form von Diodogorgia nodulifera 


Azooxanthellate Korallen 2
(Hexacorallia)

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Auf dem Bild:
Dickhörnige Seerosen (Urticina felina) und Seenelken (Metridium senile)
Unterwasseraufnahme vom St. Lawrence Estuary (Quebec, Kanada).
Diese azooxanthellaten Blumentiere sind, in den gemäßigten Zonen des nördlichen Atlantiks, weit verbreitet.

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