Blumentiere der Nordsee

Auf dem Bild:
Alcyonium digitatum, eine Weichkorallenart, die in der Nordsee und im Nord-Atlantik vorkommt.

Actiniaria

Seeanemonen (Actiniaria), auch Seerosen, Seenelken oder Aktinien genannt, sind eine arten- und gattungsreiche Ordnung der Sechstrahligen Blumentiere (Hexacorallia). Es handelt sich ausschließlich um im Meer vorkommende, stets solitär lebende, meist relativ große Tiere, die vom Flachwasser bis in abyssale Tiefen vorkommen. Derzeit sind etwa 1200 Arten bekannt.

Pferdeaktinie, Purpurrose
Actinia equina

Pferdeaktinien sind von roter Farbe, sie erreichen eine Höhe von 5 cm, die 192 spitzen Tentakel werden bis zu 2 cm lang. Die Tentakeln sind in 6 Kreisen am Rand der Mundscheibe angeordnet. Zwischen dem äußeren Tentakelkranz und der Rumpfwand befinden sich "Randsäckchen", die mit Nesselkapseln beladen sind. 

Pferdeaktinien ernähren sich als Wegelagerer von kleinen Fischen, Krebsen und Weichtieren. Bei unzureichender Versorgung mit Carotinoiden können sie ausbleichen

Sie kommen in zwei Formen vor, die sich nach Größe, Lebensraum und die Art der Fortpflanzung unterscheiden. Form 1 erreicht einen Durchmesser von 6 bis 7 cm. Sie lebt in der unteren Gezeitenzone und legt Eier (ovipar). Form 2 erreicht einen Durchmesser von 2,5 bis 3 cm, lebt in der oberen Gezeitenzone und ist lebendgebärend (vivipar). Bei ihnen entwickeln sich die Eizellen schon im Gastralraum zu Planulalarven.

Pferdeaktinien können bei Ebbe stundenlang trockenfallen und ertragen auch Regen und Aussüßung des Wassers. Tagsüber und bei ungünstigen Bedingungen zieht die Pferdeaktinie ihre Tentakel ein. Fällt sie trocken, schützt sie sich durch Schleimproduktion vor dem Austrocknen

Pferdeaktinien sind im nordöstlichen Atlantik und im Mittelmeer an steinigen Küsten in der Gezeitenzone verbreitet. A. equina ist eine der häufigsten Seeanemonen im Gezeitenbereich der Mittelmeer-, Atlantik- und Nordseeküste.
Die Aktinien kommen sehr gut mit Temperaturen von 18 bis 27 °C zurecht. Die Pflegeansprüche der grünen, braunen und gelben Variante sind dieselben, wie bei der Roten. Am liebsten haben sie einen Platz im obersten Beckenbereich. Gefüttert werden sie zwei mal pro Woche. Sie nehmen dabei jegliches Frost- und auch Flocken- und Granulatfutter bei der normalen Fütterung auf. In geschlossenem Zustand gleichen die Aktinien in der Form Tomaten. Sie gibt dem Aquarium einen schönen Kontrast, da sie durch ihre Farbe auffällt. Die Actinia equina bevorzugt einen Standort mit mittlerer Strömung. Wenn ihr der ausgewählte Platz nicht gefällt, wandert sie an einen anderen, wie andere Anemonen. Obwohl die Pferdeaktinie Zooxanthellen besitzt muss sie zugefüttert werden, um zu wachsen, da die durch Fotosynthese gewonnene Energie nicht vollständig zum Überleben ausreicht. Je tiefer, bzw. dunkler die Aktinien im Becken stehen, umso mehr Futter brauchen sie und umgekehrt.
Linnaeus beschrieb die Pferdeaktinie im Jahre 1758 zunächst als Priapus equinus, erst später stellte er sie in die Gattung Actinia. Priapos war ein griechischer Fruchtbarkeitsgott, der oft mit überdimensionalem Penis dargestellt wurde. Linnaeus verglich die beiden morphologisch ähnlichen aber eigentlich nicht verwandten Arten Priapus humanus und Priapus equinus (im Zustand mit eingezogenen Tentakeln) mit dem nicht erigierten Penis eines Menschen beziehungsweise eines Hauspferdes, was beim deutschen Trivialnamen erhalten blieb.

Actinia equina am Naturstandort (Gezeitenzone)

Actinia equina kommt auch in anderen Farben vor.
Beispielsweise gibt es in der Nordsee und im Atlantik auch grüne Individuen.

Pferdeaktinie in unserem Aquarium

Wachsrose
Anemonia viridis
(Anemonia sulcata)

Die Wachsrose, auch Wachsanemone besitzt laut einigen Autoren zwei synonyme wissenschaftliche Namen Anemonia sulcata und Anemonia viridis und ist ein im Mittelmeer und Ostatlantik vorkommendes Nesseltier aus der Gattung Anemonia in der Familie Actiniidae.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom gesamten Mittelmeer über die Ostatlantikküste bis nach Schottland. Die Art ist eine typische marine Art für das Mittelmeer und Teilen des Atlantischen Ozeans.
Wachsrosen sind sowohl im Nordseebecken, als  auch im tropischen Aquarium, mit höheren Temperaturen durchaus gut zu halten. 25 bis 26 Grad stellen für die Anemonen kein Problem dar. Wichtig ist eine, nicht zu schwache Beleuchtung und eine gute Strömung. Im natürlichen Lebensraum leben Periclimenes- Garnelen auf ihr. Sie hat ein sehr starkes Nesselgift und kann damit sogar Fische überwältigen. Einmal von der Anmeone erfasst, gibt es kein zurück mehr. 

Die Wachsrose ist durch 15 cm lange, stark nesselnde Tentakeln gekennzeichnet. Die Wachsrose kann die Tentakel weder verkürzen, noch in ihr Körperinternes zurückziehen. Beim Nahrungserwerb betätigt sich die Wachsrose als „Fänger“. Die Tentakel sind mit Nesselkapseln bewehrt und werden zum Beutefang eingesetzt. Beutetiere werden gepackt, gelähmt und mit den Tentakeln zur Mundöffnung geführt. Die Ernährung basiert hauptsächlich aus kleinen Fischen, Weichtieren und Kleinkrebsen, die man im Gastralraum von Wachsrosen gefunden hat.
Durch die Aufnahme von Beutetieren, die bestimmte Schadstoffe bioakkumuliert haben, kann die Wachsrose diese Schadstoffe integrieren.
Wachsrosen sind eine Art mit Geschlechtertrennung. Die Art legt Eier, aus denen die Jungtiere schlüpfen.

Eine ausführlichere Beschreibung der Wachsrose gibt es auf der Seite:
"Blumentiere des Mittelmeeres"

Wachsrose in einem Aquarium

Wachsrose am Naturstandort (Mittelmeer)

Mittelmeer-Becken mit Wachsrosen, Mönchsfischen und Zweibindenbrassen
(Sea Life Konstanz, 2022)

 Wachsrosen und Mönchsfische im Mittelmeer-Becken 
(Sea Life Konstanz, 2022)

Wachsrosen im Haus der Natur (2023)

Wachsrosen im Haus der Natur (2023)

Wachsrosen in unserem Mittelmeerbecken (2023)

Wachsrosen in unserem Mittelmeerbecken (2023)

Seenelke
Metridium senile

Die Seenelke ist eine Art aus der Ordnung der Seeanemonen (Actiniaria).

Seenelken können bis zu 30 cm groß werden. Hunderte bis tausende von schlanken Tentakeln verleihen ihr ein federartiges Aussehen. Die Farbe variiert von weiß bis bräunlich-orange.

Metridium senile ist zirkumpolar in Nordsee, Ostsee, Nord-Atlantik und Nordost-Pazifik verbreitet. Im westlichen Atlantik südlich bis New Jersey; im östlichen Atlantik bis zur Bucht von Biscaya; im östlichen Pazifik bis Süd-Kalifornien und im westlichen Pazifik bis Südkorea. Eingeführte Populationen sind in Südafrika und dem Adriatischen Meer gefunden worden.

Wächst auf Felsen, Holz und anderen harten Substraten, von der Zwischengezeitenzone bis in eine Tiefe von 166 m und duldet Temperaturen zwischen 0 und 27 °C.

Seenelken regulieren die Länge der Körpersäule, um sich der aktuellen Strömung anzupassen. Es verwendet spezielle mit Nematocyten ausgestattete Fangtentakel, um andere Arten im Kampf um Lebensraum anzugreifen. Die Spitzen der Fang-Tentakel bleiben am Opfer hängen.

Die Art ernährt sich passiv von herumschwebenden Partikeln, die an den schleimigen Tentakeln hängen bleiben und durch die Wimperbewegung zum Mund geführt werden. 

Seenelken (Metridium senile)

Seenelken (Metridium senile)

Seenelken (Metridium senile)

Seenelken (Metridium senile)

Dickhörnige Seerose,
See-Dahlie

Urticina felina

Die Dickhörnige Seerose ist eine Seeanemone (Actiniaria), die im nördlichen Atlantik, im Nördlichen Eismeer, im Ärmelkanal, in der Nordsee und der westlichen Ostsee vorkommt. Dort lebt sie auf felsigen Untergründen, an Molen und Brückenpfeilern von der Gezeitenzone bis in 600 m Tiefe.

Diese Seerose erkennt man leicht an ihrem gedrungenen, zylindrischen und sehr kräftigen Rumpf, der mit einer starken, jedoch nicht überstehenden Fußscheibe am Untergrund befestigt ist. Um das große Mundfeld stehen 80 bis 160 kräftige Fangarme, die nicht wie bei der Pferdeaktinie spitz auslaufen, sondern stumpf enden. Zahlreiche Saugwarzen an der Rumpfaußenseite halten viele Algen, Sand- und Schillpartikel fest und verdecken so die eigentliche Körperwand. Die Färbung der Tiere ist sehr variabel. Neben einfarbigen Exemplaren (z. B. leuchtend rot oder grün, dann leicht zu verwechseln mit der Pferdeaktinie) existieren zahlreiche Zeichnungsvariationen. Die Fangarme selbst sind häufig bunt gebändert. Die Farben schwanken zwischen schmutzigweiß, Gelb, Rot, Braun, Grün, Blau und fast Schwarz. Im ausgestreckten Zustand erreichen die Tiere eine Höhe von 15 cm. Die Spannweite der Tentakelkrone beträgt bis 20 cm.
Besonders häufig kann man die Seerose in kleineren Gruppen, dicht beieinander stehend in größeren, Licht durchfluteten Gezeitentümpeln finden. Ihre volle Aktivität entfalten die Seerosen mit Einbruch der Nacht. Dann fangen sie mit ihren kräftigen Armen aus dem Wasser kleine Fische, Garnelen und andere Kleinkrebse. Im Ruhezustand werden die Fangarme zurückgezogen. Das gleiche Verhalten kann man auch beobachten, wenn die Tiere, die in der Gezeitenzone leben, trocken fallen und ihnen ein zu großer Wasserverlust droht. Dem Betrachter erscheinen sie dann nur noch als unansehnlicher, kleiner, weicher Klumpen, der nichts von der Schönheit erahnen lässt, die die Anemone unter Wasser entfaltet. Durch die Tarnung mit angehefteten Partikeln und Algen sind die Seerosen im Freiland ohnehin sehr schwer auszumachen. Längere Hungerphasen überstehen die Seerosen durch ihre niedrige Stoffwechselaktivität ohne Schaden. Im Notfall können sie sich von den eigenen Körperreserven ernähren. Ihre Genügsamkeit macht sie zu beliebten Schauobjekten in öffentlichen Meeresaquarien. Seerosen sind getrennt geschlechtlich. Zur Fortpflanzung geben die Männchen ihre Spermien ins freie Wasser ab. Von dort aus gelangen sie in den Innenraum der Weibchen und befruchten die Eier. Je nach Umweltbedingungen (z. B. Salzgehalt des Wassers, Temperaturhöhe und -schwankungen) werden die befruchteten Eier entweder ins freie Wasser abgegeben oder im Körperhohlraum so lange zurückgehalten, bis sich schließlich vollständig entwickelte Jungtiere gebildet haben. Diese werden durch die Körperöffnung ausgestoßen und verdriften mit der Wasserströmung

Auf dem Bild:
Dickhörnige Seerosen (Urticina felina) und Seenelken (Metridium senile)
Unterwasseraufnahme vom St. Lawrence Estuary (Quebec, Kanada).
Diese Arten sind weit verbreitet im nördlichen Atlantik und auch in der Nordsee.


Alcyoniidae

Die Alcyoniidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in tieferen Regionen der gemäßigt temperierten und kalten Meere der nördlichen und südlichen Erdhalbkugel vorkommt. In die Familie Alcyoniidae wurden ursprünglich auch einige Lederkorallengattungen aus den Korallenriffen des tropischen Indopazifiks gestellt. Diese leben jedoch stets in einer Endosymbiose mit einzelligen, symbiotischen Algen (Zooxanthellen), während die Gattungen der Alcyoniidae ohne Zooxanthellen sind. Die tropischen Lederkorallen wurden deshalb in eine eigenständige Familie, die Sarcophytidae gestellt. Die Schwestergruppe der Alcyoniidae ist die Familie Carijoidae.

Tote Meerhand
Alcyonium digitatum

Die Tote Meerhand (Alcyonium digitatum), auch Tote Mannshand, Nordische Korkkoralle oder Bastardschwamm genannt, ist eine Lederkoralle (Alcyoniidae). Sie ist handförmig verzweigt, manchmal auch klumpenförmig und erreicht meist eine Höhe von zehn, seltener von 15 Zentimetern

Auf dem Bild:
Die Tote Meerhand (Alcyonium digitatum) ist die einzige Weichkoralle (Alcyoniidae), die in der Nordsee vorkommt.

Unterwasseraufnahme im Skagerrak, West-Schweden.


Die Tote Mannshand ist weiß, gelblich, hellorange oder rosa. Zur Festigung hat sie kleine Sklerite genannte Kalknadeln im Körper. 

Wie fast alle Korallen ist sie eine Tierkolonie, die aus vielen Einzelpolypen besteht. Das Innere der Kolonie wird von einer Vielzahl schmaler, kleiner Kanäle durchzogen, über die die einzelnen Tiere miteinander in Verbindung stehen. Die acht gefiederte Tentakel tragenden Polypen werden einen Zentimeter groß. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Verwandten aus tropischen Meeren lebt sie nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und ernährt sich ausschließlich vom Planktonfang. Das ist auch ein wichtiger Punkt bei der Aquarienhaltung. Die Koralle muss regelmäßig gefüttert werden, um längerfristig zu überleben. Bei ausreichender Versorgung mit geeigneter Nahrung ist die Tote Meerhand gut haltbar.
Da Form und Farbe der Toten Meerhand an ein Stück einer Wasserleiche erinnern, erhielt sie ihren makaberen deutschen Namen (ähnlich englisch dead man's finger).


Verbreitung und Lebensraum

Die Tote Meerhand kommt in der Nordsee, im europäischen Atlantik, im Ärmelkanal und in der westlichen Ostsee vor. Im Mittelmeer ist die Gattung durch Alcyonium palmatum vertreten.
Sie lebt in Tiefen ab 20 Metern auf felsigen Untergründen, Molluskenschalen, Krebspanzern, versunkenen Schiffsrümpfen, über Bord gegangenen Dosen und Flaschen, an Molenwänden und Brückenpfeiler; in der oberen Dauerflutzone und tiefer.

Allgemeines

Beobachtet man sie in einem Aquarium einen ganzen Tag lang, so kann man einen gleichmäßigen Rhythmus verfolgen, mit dem sich die Kolonie ändert. In der aktiven Phase pumpt sich die gesamte Kolonie mit Wasser voll, und die kleinen Polypen treten deutlich über die Oberfläche hervor, um aus dem Wasser kleine Planktonorganismen herauszufischen. Im zusammengeschrumpften (Ruhe-)Zustand sind die Einzeltiere vollständig eingezogen und hinterlassen an der Oberfläche nur noch kleine Warzen. Eine Kolonie entsteht durch Knospung aus einem einzigen Individuum. Die Tiere sind getrenntgeschlechtlich. Aus den Geschlechtsknospen, die an den Trennwänden des Hohlraumes sitzen, werden die Gameten ins freie Wasser entlassen und dort befruchtet. Aus ihnen entstehen kleine Wimpernlarven, die zum Bodenleben übergehen und zu einer neuen Kolonie auswachsen.

Alcyonium digitatum
(Kosterhavet Nationalpark, Schweden)

Alcyonium digitatum

Alcyonium digitatum

Weiße Farbmorphe von
Alcyonium digitatum

Alcyonium digitatum

Alcyonium digitatum

 (Ozeaneum Stralsund)

Ceriantharia

Die Zylinderrosen (Ceriantharia) sind eine Ordnung der Blumentiere (Anthozoa), die ausschließlich solitär lebende Vertreter umfasst. Sie leben weltweit sowohl in tropischen wie auch gemäßigten Meeren in 1 bis 50 Meter Tiefe. Derzeit sind etwa 100 Arten beschrieben. Der Bearbeitungsstand dieser Gruppe ist allerdings ziemlich mangelhaft und neuere Teilbearbeitungen ergaben zahlreiche Synonyme.

Nordsee-Zylinderrose
Cerianthus lloydii

Cerianthus lloydii wird manchmal auch als Kleine Zylinderrose bezeichnet. Das Vorkommen erstreckt sich vom arktischen Nordpolarmeer, über Grönland, die Britischen Inseln, den Nord-Atlantik, die Nordsee, die Azoren, die Barentssee, die Biscaya, das Mittelmeer bis zum Ost-Atlantik bei Portugal und Spanien. Cerianthus lloydii  lebt in Meerestiefen von 15 bis 535 Meter bei Wassertemperaturen von 2°C - 20° C.

Taxonomie:
Cerianthus lloydii wurde erstmals 1859 vom englischen Naturforscher Philip Henry Gosse beschrieben. Der amerikanische Zoologe Henry Weed Fowler verwendete 1897 den Namen Synarachnactis bournei, um eine von ihm entdeckte junge Anemone zu beschreiben. Später stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um das Larvenstadium von Cerianthus lloydii handelte. Infolgedessen wurde der Name S. bournei nicht zugelassen und gilt nun als jüngeres Synonym für C. lloydii.

Beschreibung:
Cerianthus lloydii wird etwa 15 cm lang. Sie verfügt nicht über eine Pedalscheibe, mit der es sich am Untergrund befestigen kann, sondern lebt in einem flexiblen, pergamentähnlichen Rohr mit einer Länge von bis zu 40 cm. Dieses wird im Sand oder Schlamm vergraben, wobei ein Ende über der Oberfläche liegt. Sandkörner, Trümmer und Muschelfragmente bleiben normalerweise an der Außenseite der Röhre haften und die Anemone streckt ihre Tentakel zur Nahrungsaufnahme über das Sediment hinaus. Die Zylinderrose kann sich innerhalb der Röhre frei bewegen und verfügt über kräftige Längsmuskeln in der Röhre, die es ihr ermöglichen, sich schnell in die Röhre zurückzuziehen. Im Gegensatz zu Seeanemonen können sich die Tentakel selbst nicht in die Säule zurückziehen. In einem äußeren Ring befinden sich etwa siebzig lange, schlanke, sich verjüngende Tentakel. Im voll ausgefahrenen Zustand können sie eine Spannweite von etwa 7 Zentimetern erreichen. Der innere Tentakelring ist kurz und umgibt das zentrale Maul. Die Tentakel dienen dazu, Nahrungspartikel und Beute in den Mund zu transportieren. Die allgemeine Farbe der Nordsee-Zylinderrose ist blassbraun und die Tentakel haben verschiedene Braun-, Grün- oder Cremetöne, oft mit dunkleren Braunstreifen. 

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